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Ronnenberg Öffnung der Großkita am Seegrasweg in Empelde ist noch nicht die Lösung
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Öffnung der Großkita am Seegrasweg in Empelde ist noch nicht die Lösung

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17:28 12.09.2019
Vor den farblich gut zu unterscheidenden fünf Gruppenbereichen der Großkita am Seegrasweg sind bislang nur wenige Spielgeräte aufgebaut. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Die Anstrengungen der Stadt Ronnenberg, ausreichend Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, haben etwas von der Geschichte von Hase und Igel. Holen in einem Stadtteil die Neubauten den Bedarf ein, enteilen die Kinderzahlen in einem anderen Stadtteil dem Angebot wieder. So auch jetzt, da die Eröffnung der Großkita in Empelde mit 100 Betreuungsplätzen bevorsteht. Nun drückt der Schuh vor allem in Ronnenberg. „Wir werden nicht umhin kommen, als nächstes dort zu bauen“, sagt Fachbereichsleiter Torsten Kölle im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport, Senioren, Integration und Gleichstellung.

Drei Gruppen gehen Anfang Oktober an den Start

Entspannung gibt es zunächst aber in Empelde. Die Großkita mit zwei Krippengruppen und drei Einheiten für Kindergartenkinder wird wie geplant zum 1. Oktober fertiggestellt sein, kündigte Cord Hennies, Leiter des Teams Gebäudewirtschaft, an. Lediglich im Außenbereich müssten die Kinder zu Beginn noch Abstriche machen, da die Lieferung einiger Spielgeräte weiterhin im Rückstand sei. „Wir hatten ein bisschen Panik“, räumte Andrea Unterricker vom Team Freiraumplanung ein. „Aber inzwischen trudeln die Geräte langsam ein.“ Das Ergebnis dürfte die Besucher der Kita dann aber umso mehr entschädigen. „Ein tolles Konzept“, schwärmte Unterricker von den Planungen.

Ein bisschen mehr Zeit bekommt sie vom Kultusministerium eingeräumt. Dort wird nämlich die Genehmigung der Inbetriebnahme der neuen Kita bearbeitet, und dort wisse man noch nicht, ob dies rechtzeitig klappen würde, sagte Kölle. Die ersten Kinder sollen deshalb erst am 7. beziehungsweise 16. Oktober einziehen – zunächst zwei Krippen- und eine Kitagruppe. Zum 1. Februar und 1. Mai 2020 solle dann jeweils eine weitere Kitagruppe folgen. Sollte vorher ein dringender Bedarf entstehen, könnte auch eine Kleingruppe vorab eingerichtet werden, sagte Kölle.

Nicht jeder Wunsch auf Betreuung kann erfüllt werden

Fast parallel füllt die kirchlich betriebene Kita in Ronnenberg seit 1. August ihre Gruppen mit Kindern auf. Am 28. September sollen die Einrichtung dann offiziell eröffnet werden. Eine weitere Kita in Linderte ist derzeit in der Planung. Kölle musste indes einräumen, dass die Stadt noch nicht jeden Wunsch auf einen Betreuungsplatz erfüllen kann. Allerdings würde jeder Berufstätige einen Platz für sein Kind erhalten.

Auf dem Areal der früheren Zuckerfabrik in Weetzen soll die „Kita in den Wolken“, wie sie Kölle nannte, in einem Zug mit dem angestrebten Baugebiet entstehen. Der größte Bedarf auf Betreuungsplätze besteht aber in Ronnenberg. Der Ortsteil habe die vergleichbar schlechtesten Werte in der Bedarfsermittlung, stellte der Fachbereichsleiter fest. Als Lösungen seien die Grundschule und die Container am Mühlenrär nicht geeignet. Deshalb müsse gebaut werden.

Planungskapazitäten der Stadt sind stark beansprucht

Als Problem erwiesen sich in diesem Zusammenhang zuletzt die arg strapazierten Planungskapazitäten der Stadtverwaltung, die zurzeit auch noch mit den Vorbereitungen zweier Schulbauten beschäftigt ist. Zudem kann die Verwaltung den Bau und die Trägerschaft weiterer Betreuungseinrichtungen aufgrund eines Ratsbeschlusses nicht an einen anderen Träger abgeben. Entgegen dieser Vorgabe habe man das Angebot der Johanniter angenommen, sich über einen Neubau in Ronnenberg auszutauschen, sagte Kölle.

Auch wenn die Stadt wie bei der kirchlichen Kita auf einem Großteil der Kosten sitzen bleiben würde, könnte eine Zusammenarbeit mit den Johannitern möglicherweise dazu beitragen, dass ein Neubau in Ronnenberg schneller umgesetzt werden könnte, als dies die Stadt planerisch allein bewerkstelligen könnte. Das Rennen zwischen Angebot und Bedarf bei den Betreuungsplätzen würde damit zwar nicht beendet werden, vielleicht würden dann aber beide für einige Zeit im Gleichschritt wandeln. Vorher wäre aber notwendig, dass der Rat seinen Beschluss, andere Träger auszuschließen noch einmal überdenkt.

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Von Uwe Kranz

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