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Ronnenberg Raser in Benthe: Anwohner bitten Ortsrat um Hilfe
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Raser in Benthe - Anwohner bitten Ortsrat um Hilfe

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14:25 21.11.2019
Auch die Busse von Regiobus fahren nach Meinung der Anlieger in der Sieben-Trappen-Straße regelmäßig zu schnell. Quelle: Heidi Rabenhorst
Benthe

Yvonne Groger und Werner Freyberg sind jeweils in den vergangenen Monaten in die Sieben-Trappen-Straße nach Benthe gezogen. Vor allem der ehemalige Davenstedter Freyberg hatte bei Ausflügen den Ortsteil am Benther Berg als Idylle ausgemacht. Inzwischen sehen sie das anders: Die Straße vor ihren Häusern bezeichnen sei mittlerweile als „Rennstrecke“ dar. Viele Autofahrer führen viel zu schnell. Ein Problem, dass die Anwohner im Ortsrat am Dienstagabend thematisiert haben. „Helfen Sie uns“, bat Groger den Ortsrat.

„Dixiklo wirkte als Verkehrsberuhigung“

Als Wendepunkt haben die Anwohner den Abschluss einer Baustelle in der Straße ausgemacht. Der Abbau einer Dixitoilette und der Abtransport von Geräten und Materialien habe die Lage verändert, berichten sie. „Das Dixiklo wirkte wie eine verkehrsberuhigende Maßnahme“, sagte Freyberg. Nun würde die erlaubte Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern von vielen Fahrzeugen überschritten. „Die Situation ist hanebüchen, und Busse sind ganz vorn“, sagt Groger. Beide monierten die fehlende Unterstützung der Verwaltung bei diesem Problem.

Bei einer unangekündigten Tempomessung der Region in den Mittagsstunden seien 32 Fahrzeuge mit 41 bis 64 Stundenkilometern gemessen worden. Wegen des großen Anzahl an Verstößen wolle das Messteam die Maßnahme zu Stoßzeiten wiederholen, berichtete Groger. Auch an die Firma Regiobus sei man mit der Bitte herangetreten, die Busfahrer für das Tempolimit auf der Straße zu sensibilisieren. Dort habe man dies aber mit Hinweis auf die Ausbildung der Fahrer zurückgewiesen.

Kein Durchgangsverkehr in Benthe

Der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt stellte „eine gewisse Ratlosigkeit“ in der Verwaltung fest. „Die Verkehrsprobleme in Benthe verstehen wir alle nicht“, sagte Wolfgang Zehler, zumal das Tempoproblem auch in anderen Straßen des Ortes zu beobachten sei und es in Benthe keinen Durchgangsverkehr gebe. Er verwies allerdings auch auf Langzeitmessungen auf der Sieben-Trappen-Straße, die lediglich Durchschnittsgeschwindigkeiten von 33 beziehungsweise 35 Stundenkilometern ergeben hätten.

Ob es weitere bauliche Veränderungen, wie zusätzliche Betonkübel, zur weiteren Verkehrsberuhigung geben werde, wollte Zehler von den Ergebnissen weiteren Messungen abhängig machen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Verwaltung versucht mit solchen Hindernissen und dem Aufmalen von wechselseitigen Parkbereichen, Autofahrer zum Langsamfahren zu animieren. Offenbar hält sich der Erfolg in Grenzen.

Einen weiteren Ansatz zur Lösung des Problems für ganz Benthe hatte indes Lisa Maack (Grüne), die vorschlug einen Arbeitskreis zu gründen. „Das können auch Sie machen“, sagte sie in Richtung Freyberg und Groger. Als Nebeneffekt erhoffe sie sich von einer solchen Gruppe eine Art Bewusstseinsschulung für alle Einwohner in Benthe. Euphorie konnte sie mit diesem Vorstoß unter den Anwesenden allerdings nicht entfachen.

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Von Uwe Kranz

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