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Ronnenberg Regenbogenschule wird zu klein
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Ronnenberg: Regenbogenschule in Weetzen wird zu klein

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13:38 21.05.2019
Die Regenbogenschule muss in den kommenden Jahren erweitert werden. Quelle: Uwe Kranz
Weetzen

Torsten Kölle will möglichst nichts dem Zufall überlassen, wenn es um den Bedarf an Schul- und Kitaplätzen in der Stadt Ronnenberg geht. Nach eigenem Bekunden rechnen die Mitarbeiter im Team Bildung der städtischen Verwaltung monatlich die Zahlen neu hoch, um die Entwicklung im Auge zu behalten. Ein Ergebnis dieser Rechnungen: Die Grundschule in Weetzen wird in wenigen Jahren von zwei auf drei Züge erweitert werden müssen.

Investitionen sollen Gesamtkonzept untergeordnet werden

Im Ortsrat des Stadtteils legte der Fachbereichsleiter am Montag seine Vorschläge für den entsprechenden Ausbau der Regenbogenschule – auch mit Blick auf einen Ganztagsbetrieb – vor. Die SPD hatte einen entsprechenden Prüfantrag gestellt. Auch ohne das geplante neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik gleite der Bedarf in Weetzen auf eine Dreizügigkeit zu, so SPD-Sprecher Thomas Bensch. Man wolle anstehende Investitionen aussetzen, falls diese nicht in ein notwendiges Gesamtkonzept passen würden, so die Begründung für den Antrag.

Containerräume sind sehr beliebt

Container als provisorische Klassenräume: Bei diesem Thema sind die Reaktionen der Eltern oft zurückhaltend bis ablehnend. Eine Begehung an der Theodor-Heuss-Schule habe allerdings jetzt ergeben, dass dort die neuen, größeren Räume in den Containern inzwischen sehr beliebt bei Lehrern und Kindern sind. Die gemeinsame Bedarfsermittlung für einen dreizügigen Ganztagsbetrieb in der Barbarastraße mit Schulleiterin Andrea Schirmacher habe zudem ergeben, so Kölle, „dass wir die Provisorien in Empelde für den Ganztagsbetrieb sehr wohl brauchen werden“. uwe

Als Referenzobjekt orientierte sich Kölle bei seiner Bedarfsanalyse an der in Planung befindlichen Grundschule Auf dem Hagen in Empelde. Entsprechend ermittelte er für die Dreizügigkeit einen Bedarf von 54 Räumen auf rund 3400 Quadratmetern. Die Regenbogenschule bietet derzeit nur 26 deutlich kleinere Unterrichtsräume auf 1500 Quadratmetern.

Kölle legte dar, dass in dem vorhandenen Bau die Schulverwaltung, Sprachräume, der Ganztagsbetrieb ohne Mensa und die Fachunterrichtsräume ohne Musik untergebracht werden könnten. Neu geschaffen werden müssten große allgemeine Unterrichtsräume, eine Mensa, ein Bereich für Inklusion und ein Musikraum mit Lager. Zwei Varianten, in denen ein Neubau der um 50 Quadratmeter zu kleinen alten Turnhalle oder neue Bauten für Mensa und Musikraum nötig sind, sind nach Kölles Ansicht umsetzbar. Jeweils würde dabei „der Flur, der zurzeit als Aula benutzt wird“, zu einer Art Drehkreuz der neuen Schule werden.

Die Fläche für einen Ausbau ist vorhanden

„Damit hätten sie alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, resümierte Kölle. Mit Blick auf die aktuellen Grundschulvorhaben in Empelde und Ronnenberg könne mit dem Beginn der Umsetzung aber nicht vor 2023, sondern eher später gerechnet werden. Bis dahin müssten Container als Provisorien den erhöhten Bedarf auffangen. Ortsbürgermeister Rüdiger Wilke sah am Ende noch einen positiven Aspekt für Weetzen. „Unser Vorteil ist, dass wir die nötige Fläche für eine Entwicklung zur Verfügung haben“, sagte er.

Fachbereichsleiter Torsten Kölle stellt seinen Bericht in einer Veranstaltung am Mittwoch, 22. Mai, um 19 Uhr in der Aula der Regenbogenschule, Hauptstraße 5, in Weetzen noch einmal der Öffentlichkeit vor.

Von Uwe Kranz

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