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Ronnenberg SPD bereitet sich auf Europawahl vor
Umland Ronnenberg SPD bereitet sich auf Europawahl vor
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00:16 04.08.2018
Wolfgang Langhorst (links) spricht über die Probleme Europas, eingeladen hatte ihn Rudi Heim (re.). Quelle: Elena Everding
Weetzen

Die nächste Europawahl steht in knapp zehn Monaten bevor. Auch der SPD-Ortsverein Stadt Ronnenberg bereitet sich darauf vor. Auf ihrer Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Sportheim des SV Weetzen wählten die Sozialdemokraten daher nicht nur Delegierte zur Vorbereitung der Wahl, sondern hörten auch einen Vortrag des Europaexperten Wolfgang Langhorst zum Thema „Europa stärken“.

„Wir wollen die Wahl gut vorbereiten“, sagte Rudi Heim, Vorsitzender des Ortsverbandes. Um die Mitglieder auf das Thema einzustimmen, hatte er Langhorst eingeladen. Dieser beschäftigt sich seit fast 20 Jahren beruflich mit Europa. Er arbeitet aktuell als Referatsgruppenleiter im niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung und befasst sich dort mit der Koordinierung europäischer Fachpolitiken, Europarecht und der EU-Erweiterung.

Langhorst erklärte, dass ein globaler Wandel im Gange sei: Europa drohe, Macht und Wohlstand zu verlieren. Durch seine zahlenmäßige Überlegenheit, also die große Einwohnerzahl, gewinne dafür Asien immer mehr an Einfluss und wirtschaftlicher Macht. Die Folgen: Europa wird anfälliger für politische und soziale Konflikte, der europäische Zusammenhalt ist in Gefahr. Als Zeichen nannte der Europaexperte nationalistische Tendenzen in den einzelnen EU-Staaten und auch den Brexit. „Europa ist in einem traurigen Zustand“, befand Langhorst.

Es gebe allerdings keine Patentlösungen, um Europa zu stärken, stellte er fest. Doch Deutschland könne einiges tun: Wichtig sei, dass Deutschland keine Dominanzstellung in der EU einnimmt. „Wie müssen Glaubwürdigkeit gewinnen“, sagte Langhorst. Außerdem warnte er vor Konflikten zwischen den einzelnen EU-Institutionen, in denen der Europäische Rat eine Vormacht habe.

„Ich glaube, dass viele Leute in Deutschland den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben“, sagte der Staatssekretär. Das liegt in seinen Augen daran, dass die Vorzüge der EU, wie die offenen Grenzen, als selbstverständlich genommen würden. An den Vortrag des Europaexperten schloss sich eine rege Diskussion unter den Mitgliedern über das Thema Europa an.

Von Elena Everding

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