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Ronnenberg Sandstein und viel Grün: Künstler verschönern Trafohäuschen in Linderte mit bunter Kunst
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Sandstein und viel Grün: Künstler verschönern Avacon-Trafohäuschen in Linderte mit bunter Kunst

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14:20 17.09.2019
Freuen sich über den Hingucker in Linderte (von links): Frank Fritsch, Stephanie Harms, Heike Rattay und Frank Glaubitz. Quelle: Heidi Rabenhorst
Linderte

Aus einer unscheinbaren Verteileranlage haben Daniel Siering, Hendrik Uterwedde und Byron König im Auftrag der Firma Avacon einen richtigen Hingucker gemacht. Ausgestattet mit zahlreichen Spraydosen haben die drei professionellen Fassadenmaler aus Potsdam an nur einem Tag ausdrucksstarke Linderter Motive auf den grauen Kasten an der Ecke Berggartenstraße/Lindenbrink gezaubert.

„Wir machen Fassadengestaltung, nicht zu verwechseln mit Graffiti“, stellt Siering fest. „Unsere Kunst hat etwas von klassischer Illusionsmalerei.“ Die Sprühdose werde lediglich als Werkzeug benutzt.

Unternehmen lässt sich Verschönerung 5000 Euro kosten

Am Montagnachmittag nahmen die Ronnenberger Bürgermeisterin Stephanie Harms, die stellvertretende Linderter Ortsbürgermeisterin Heike Rattay und der Geschäftsführer der Netzgesellschaft Ronnenberg, Frank Fritsch, und Avacon-Kommunalmanager Frank Glaubitz, das neue Kunstobjekt an der Ecke Berggartenstraße/Lindenbrink in Augenschein. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch in Linderte mit der Station einen so schönen Hingucker haben. Die Bürger sind begeistert“, sagte Heike Rattay, die sich mit ihren Kollegen vom Ortsrat für die Motivauswahl eingesetzt hatte. Avacon ließ sich die Verschönerung 5000 Euro kosten. „Die Summe ist in diesem Fall etwas höher ausgefallen, weil die Station nicht nur für Linderte da ist, sondern als Knotenpunkt für mehrere Dörfer dient“, sagte Glaubitz.

Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1120

Zu sehen ist unter anderem ein großer Sandstein sowie Schilder, die den Weg zur Osterkapelle und zur Wolfsbergquelle weisen. „Der große Sandstein spiegelt das Material wieder, aus dem unsere Kapelle erbaut wurde“, erklärte Rattay. Auf den Stein haben die Künstler ein Schild mit der Inschrift „Gegründet 1120“ gesprüht – dem Datum der ersten urkundlichen Erwähnung. „Die Zahl 1120 weist daraufhin, dass Linderte im nächsten Jahr das 900-jährige Bestehen feiert“, ergänzte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin.

Schilder weisen zu markanten Plätzen in Linderte hin (von links): Frank Glaubitz, Frank Fritsch, Stephanie Harms und Heike Rattay freuen sich. Quelle: Heidi Rabenhorst

„Wesentliches Merkmal der Avacon-Verschönerungsaktion ist es, dass die Kommunen bei der Motivwahl freie Hand haben und beispielsweise örtliche Bezüge herstellen oder unkonventionelle Ideen umsetzen können“, sagte Frank Glaubitz. „So haben wir schon die unterschiedlichsten Motive auf unseren Stationen, vom Feuerwehrauto über Wildschweine bis hin zum Blumenladen.“

In zehn Jahren 20 Stationen bemalt

Insgesamt hat Avacon in den vergangenen zehn Jahren rund 20 Stationen im Calenberger Land von den Fassadenkünstlern mit vielfältigen Motiven verschönern lassen. „Die Aktion findet bei den Bürgern viel Anklang, verschönert das Ortsbild und ist zudem eine recht erfolgreiche Präventionsmaßnahme gegen wilde Graffiti“, begründet Glaubitz das Avacon-Engagement. Die Künstler von art-efx erarbeiten auf der Basis der Ideen und Wünsche der Gemeinden entsprechende Gestaltungsvorschläge und setzen sie mit viel Geschick und Liebe zum Detail um.

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Von Heidi Rabenhorst

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