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Ronnenberg Schnelles Internet: Wann verschwinden die weißen Flecken?
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Schnelles Internet: Wann verschwinden die weißen Flecken?

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15:07 24.09.2019
In der kleinen Wohnstraße Altes Bergfeld müssen die Bewohner bislang auf schnelles Internet verzichten. Quelle: Uwe Kranz
Weetzen

Ganz Ronnenberg ist ans schnelle Internet angeschlossen. Ganz Ronnenberg? Nein! Ein kleines Baugebiet in Weetzen ist von der Telekom beim sogenannten Vectoring übergangenen worden. Die Bewohner der Straße Altes Bergfeld wollen sich allerdings nicht mit Downloadraten von bis zu 16 Mbit pro Sekunde abfinden und dringen immer wieder bei der Stadtverwaltung auf eine Lösung. Nach einer Diskussion während der Ortsratssitzung am Montagabend ist nun möglicherweise ein neuer Lösungsansatz in Sicht.

Breitbandausbau scheint für Unternehmen unwirtschaftlich zu sein

Lennart Heise, Wirtschaftsförderer der Region Hannover und damit auch für den Breitbandausbau zuständig, kam für die öffentliche Sitzung in die Regenbogenschule nach Weetzen, um über den Stand der Entwicklung und die weiteren Möglichkeiten der Bewohner in dem weißen Fleck der Internetversorgung zu berichten. Auch etwa 25 Bürger – offenbar überwiegend Bewohner der betreffenden Straße – wollten sich diese Chance nicht entgehen lassen, alle bisher kursierenden Gerüchte mit den Informationen des Fachmanns abzugleichen.

Der Ausbau sei keine kommunale Aufgabe, erklärte Heise gleich zu Beginn. Er liege in der Hand der Telekommunikationsunternehmen, im Weetzener Fall bei der Telekom. Diese habe entschieden, bestimmte Bereiche nicht auszubauen, weil sich dies zusammen mit den späteren Betriebskosten nicht rechne. Im Jahr 2018 hatte die Region deshalb 500.000 Euro als Investitionszuschuss an die Telekom gezahlt. Damit wurden in der Region unter anderem die Versorgung von Ihme-Roloven, Linderte und Vörie finanziert.

Kabelverteiler am Alten Bergfeld ist veraltet

Weiterhin außer vor blieb das Alte Bergfeld. Dort komme dazu, dass der Kabelverteiler – ein Schaltkasten – veraltet sei und aus Sicht der Telekom die Anzahl der Haushalte mit 18 zu gering für einen wirtschaftlichen Betrieb sei, berichtete Heise. Der Regionsmitarbeiter sieht als Lösung nur einen eigenverantwortlichen Ausbau der Anwohner oder den Austausch des Kabelverteilers. Letzteres habe die Stadtverwaltung allerdings ebenso bereits geprüft wie einen weiteren gezielten Investitionszuschuss der Stadt Ronnenberg an die Telekom, um den wenig aufwendigen Ausbau im Alten Bergfeld zu ermöglichen, berichtete der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Aufgrund von drohenden Verstößen gegen das europäische Wettbewerbsrecht seien beide Vorstöße aber gescheitert.

Heise verwies auf weitere in der Region versprengte weiße Flecken, deren Versorgung mit schnellem Internet insgesamt rund 12 Millionen Euro kosten würde. Mithilfe eines neuen Förderprogramms soll dies auch geschehen, allerdings konnte Heise keinen konkreten Zeitraum nennen und auch keine Garantie für die Umsetzung geben. Der Frust bei den Anwohnern sitzt tief, zumal diese auch davon berichteten, dass eine von Heise empfohlene Alternativtechnik mit LTE-Unterstützung bereits ausprobiert und als in Weetzen nicht funktionstüchtig eingestuft wurde.

Eigenverantwortlicher Ausbau wird geprüft

Bürgermeisterin Stephanie Harms sicherte den Anwesenden die Bereitschaft zur Unterstützung zu, verwies aber gleichzeitig auf die leeren Kassen der Stadt. Nach langer Diskussion einigten sich die Besucher der Sitzung darauf, doch den eigenverantwortlichen Ausbau zu prüfen. Die Betroffenen sagten zu, mit einer Liste die Bereitschaft der 18 Anwohnerhaushalte zu untermauern, möglichst ausnahmslos das möglicherweise entstehende Angebot auch wahrzunehmen. Damit soll die Hürde der Wirtschaftlichkeit für die Telekom niedriger gehalten werden.

Die Verwaltung will indes die Kosten für die Verlegung von Leerrohren ermitteln, die an die Telekom vermietet werden könnten. Parallel müssten aber auch alle weißen Flecken in Ronnenberg ermittelt werden. Aus Gründen der Gleichbehandlung dürfe niemand benachteiligt werden, so Harms. Das hörten auch Anwohner des alten Schachtgeländes in Weetzen gern, die ebenfalls anwesend waren, deren Anschluss ans Breitbandnetz aber wohl wegen der abgelegenen Lage deutlich schwieriger werden dürfte. Wenn dann die Bemühungen noch mit dem Wettbewerbsrecht konform gehen, könnte vielleicht doch bald ganz Ronnenberg an das schnelle Internet angeschlossen sein.

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Von Uwe Kranz

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