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Ronnenberg Sorgenfresser Heldi soll bei Problemen helfen
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Sorgenfresser Heldi soll Grundschülern helfen, Probleme zu lösen

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14:00 02.12.2019
Katharina Hansen (hinten) freut sich mit den Schülern über Heldis Einschulung. Quelle: privat
Empelde

Nach den Projekten „Flüchtlingspaten/Integrationspaten“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat Schulsozialarbeiterin Katharina Hansen jetzt an der Theodor-Heuss-Schule in Empelde eine weitere Idee umgesetzt. Es soll Schülern erleichtern, sich bei Problemen und in schwierigen Situationen, die sie nicht allein bewältigen können, Hilfe zu holen.

Zur Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen – etwa, wenn Kinder sich von Mitschülern ungerecht behandelt fühlen, – wurde Heldi, der Sorgenfresser, eingeschult. Mit einem Vorstellungsbrief, einer Anleitung und Tipps für den Umgang mit Heldi erhielten die Klassen der Empelder Grundschule Informationen über die Absichten des kleinen Sorgenfressers.

Heldi bekommt schon am ersten Tag ganz viel Post

Ziel des neuen Projektes soll es sein, den Schülern zu verdeutlichen, dass alle Menschen unterschiedlich sind, jeder von ihnen aber sehr wertvoll und vor allem wegen der einzigartigen Merkmale besonders ist. „Die Unterschiede, die uns ausmachen, sollen uns besonders machen und nicht zur Ausgrenzung führen. Es ist wichtig, dass die Kinder das schon in der Grundschule lernen“, betont Hansen.

Alle Schüler sollten in einem ersten Schritt nach dem Motto „Ich bin anders als Du, und das ist toll“ aufschreiben oder aufmalen, was sie anders macht. Dazu haben Schüler unter anderem geschrieben: „Weil ich kleiner als andere bin“, „Weil ich eine andere Sprache sprechen kann“, „Wegen meiner Haare und meiner Art“ und „Weil ich eine Brille habe“.

Bereits ab dem ersten Tag wurde Heldis große Sorgenfressöffnung mit Briefen zu Fragen, die einer Klärung bedürfen, oder mit einem Willkommensgruß an Heldi, gut gefüllt.

„Wir haben Schüler, die bereits vor Heldi immer wieder den Weg mit ihren Problemen zur Schulleitung, dem Lehrer oder mir als Schulsozialarbeiterin gefunden haben“, erzählt Hansen. Jetzt habe es den Anschein, als sei der Weg auch für die „unsicheren Kinder“ einfacher, sodass noch mehr Fragen und Probleme geklärt werden könnten. „Ich freue mich sehr, dass Heldi so gut aufgenommen wurde und in seiner Funktion in Anspruch genommen wird“ sagt Hansen.

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Von Uwe Kranz

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