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Ronnenberg Stadt bremst Elterntaxis probeweise mit Einbahnstraße in Empelde aus
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Stadt bremst Elterntaxis probeweise mit Einbahnstraße in Empelde aus

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18:51 05.09.2019
Soll probeweise zur Einbahnstraße werden: In wenigen Wochen wird es für etwa ein halbes Jahr verboten sein, von der Hirtenstraße und der Häkenstraße aus in die Barbarastraße zu fahren. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Schluss mit dem Verkehrschaos vor der Theodor-Heuss-Grundschule: Um künftig Elterntaxis auszubremsen, soll die Barbarastraße schon in wenigen Wochen probehalber zur Einbahnstraße zu werden. Das hat die Stadtverwaltung am Mittwochabend nach einer intensiven Beratung im Ausschuss für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz angekündigt.

Testphase für sechs Monate

Zwar seien weder ein Fachausschuss noch der Rat zuständig für eine verkehrsbehördliche Anordnung. Die Diskussion mit Votum habe jedoch ein deutliches Stimmungsbild vermittelt, sagte der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler unmittelbar nach der Debatte. Zuvor hatte sich der Ausschuss mit den Stimmen der CDU und der Grünen mehrheitlich für eine Testphase ausgesprochen: Schon in etwa sechs Wochen wird es vorübergehend für etwa ein halbes Jahr verboten sein, von der Häkenstraße und der Hirtenstraße aus in Richtung Grundschule zu fahren. So soll das regelmäßig von Elterntaxis verursachte Verkehrschaos mit wilden Wendemänövern und gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr verhindert werden.

Mit dem Auto ist die Grundschule dann nur noch aus einer Richtung über die deutlich längere Strecke entlang der Lägenfeldstraße erreichbar. Um Anwohnern keine Probleme zu bereiten, gilt die Einbahnstraßenregelung auf der Barbarastraße nur von der Hirten- und Häkenstraße aus bis zur Agricolastraße. Außerdem dürfen in der Testphase nur Anwohner die Agricolastraße nutzen. „Damit die Strecke nicht zur Umgehungsstraße wird“, sagte CDU-Ratsherr Hermann-Josef Mersch.

Neue Einbahnstraßenregelung für die Barbarastraße in Empelde. Quelle: Screenshot: Google Maps

„Wir müssen die Kinder vor ihren Eltern schützen“

Er hatte die Debatte eingeleitet. Die neue Verkehrsregelung geht auf einen Antrag der Gruppe 2 mit CDU, Freie Wähler und FDP zurück. „Wir müssen die Kinder vor ihren Eltern schützen“, sagte CDU-Ratsherr Volker Zahn. Es müsse jetzt unbedingt etwas unternommen werden. Bislang waren in der jüngeren Vergangenheit alle Versuche der Stadt und der Schule gescheitert, die Elterntaxis auszubremsen. Immer wieder kommt es vor der Grundschule morgens vor dem Unterricht und mittags nach der Schule zu chaotischen Verkehrssituationen, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto unmittelbar vor das Schultor bringen und genau dort auch wieder abholen wollen. Die neue Verkehrsregelung ist verbunden mit der Hoffnung, dass für die Elterntaxis der deutlich weitere Weg über die Lägenfeldstraße zu unkomfortabel ist.

Soll probeweise zur Einbahnstraße werden: In wenigen Wochen soll es für etwa ein halbes Jahr verboten sein, von der Hirtenstraße und der Häkenstraße aus in die Barbarastraße zu fahren. Quelle: Ingo Rodriguez

Gegenstimmen gab es dennoch. Vor der Abstimmung hatte Fachbereichsleiter Zehler vor einem Schnellschuss gewarnt und zunächst eine Erhebung über die derzeitigen Verkehrsströme vorgeschlagen. „Eine gezielte Bestandsaufnahme, um zu prüfen, was genau eine derartige Entscheidung bewirkt – auch in Hinblick auf die Interessen im benachbarten Wohn- und Gewerbegebiet“, sagte Zehler.

SPD stimmt gegen Testphase

Die SPD schloss sich nach einer kurzen internen Beratung dieser Meinung an. „Eine Probephase der Einbahnstraßenregelung ohne wissenschaftliches Fundament wird zu einer sehr subjektiven Einschätzung führen“, begründete SPD-Ratsherr Fabian Hüper die Gegenstimmen der SPD. Die Grünen wiederum lehnten eine Erhebung ab: „Wir wollen jetzt nicht erst Autos zählen. Es muss ein klares Signal aus diesem Ausschuss geben. Wir wissen doch schon längst, dass dort viel Verkehr ist. Die Situation ist untragbar, wir müssen jetzt schnell handeln“, sagte Grünen-Ratsherr Andreas Beichler.

Die Stadt will nun in Kürze mit der Polizei die Umsetzung der Einbahnstraßenregelung besprechen. In etwa sechs Wochen soll dann ein halbes Jahr lang die Wirksamkeit der Testphase beobachtet werden.

Eine Einbahnstraßenregelung soll künftig das Befahren der Barbarastraße von der Hirten- und Häkenstraße aus probeweise verbieten. Quelle: Screenshot: Google Maps

Von Ingo Rodriguez

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