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Ronnenberg Stadt entfernt 35 Protestkreuze von Bürgerinitiative
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Stadt hat Protestkreuze entfernt

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18:54 27.11.2019
Seit dem Sommer standen die Protestkreuze in Ronnenberg. Quelle: Uwe Kranz (Archiv)
Ronnenberg

Schon seit langer Zeit kämpft die Bürgerinitiative RonnenbergBauschutt – Nein Danke!“ (BI) gegen die Umwandlung der Kalihalde in Ronnenberg in eine Ablagerungsstätte für Bauschutt. In den vergangenen Wochen war der Protest durch Kreuze im öffentlichen Raum sichtbar, vorwiegend in Ronnenberg, vereinzelt aber auch in Weetzen. Die Stadt Ronnenberg hat nun diese etwa 35 Kreuze entfernt – was nicht nur für Zustimmung sorgt.

Die Entscheidung stoße auf massives Unverständnis, sagt Rudi Heim vom SPD-Ortsverein Ronnenberg. „Die Protestkreuze sind und waren ein bewusst sichtbar gemachtes Symbol, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Ronnenberg die Umwandlung der Kalihalde in eine Ablagerungsstätte für Bauschutt ablehnt“, betont Heim.

Es gibt keine weitere Verlängerung

Bei der BI nimmt man die Entscheidung der Stadt hin. „Wir hätten uns aber eine weitere Verlängerung bis zum Jahresende gewünscht“, sagt Marc Bierhance, erster Vorsitzender der BI. Zum 31. Oktober lief die erste Verlängerung der Genehmigung aus. Zu Beginn des neues Jahres erwarte man ein Schreiben vom Wirtschaftsministerium, wie es nun mit Nachnutzung der Kalihalde weitergeht. „Daher wäre es für uns von Vorteil gewesen, dass wir uns und unsere Forderungen weiterhin in der Öffentlichkeit in Erinnerung rufen“, sagt Bierhance.

Abholung vom Betriebshof

Grund für die Entscheidung sei, dass manche Kreuze nicht mehr standsicher gewesen seien und sich teilweise in einem Gefahrenbereich befunden hätte, sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Er weist außerdem darauf hin, dass man die Genehmigung bereits einmal um zwei Monate verlängert habe. „Da müssen wir eine gerade Linie fahren, denn wir bekommen auch oft Anfragen für Aufsteller aus Werbezwecken“, sagt er. Wenn man alles genehmige, werde es schwer mit der Gleichbehandlung. „Es steht der BI natürlich frei, auf privatem Gelände die Kreuze wieder aufzustellen. Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der BI und wollen diese auch weiter erhalten“, sagt Zehler.

Marc Bierhance kann die mögliche Gefahrensituation nicht nachvollziehen. „Wir haben die Standfestigkeit der Kreuze immer wieder nachgeprüft, nur nach einem starken Unwetter mussten wir nachbessern,“ meint er. Er will in den nächsten Tagen die Protestkreuze vom Betriebshof, wo sie gelagert werden, abholen. „Dann werden wir überlegen und aufteilen, auf welchen Privatgrundstücken unserer Mitglieder wir die Kreuze wieder aufstellen“, kündigt er an.

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