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Ronnenberg Stadt will Blitzer aus Wennigsen leihen
Umland Ronnenberg Stadt will Blitzer aus Wennigsen leihen
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02:15 02.01.2019
Mit diesem mobilen Blitzgerät misst die Gemeinde Wennigsen das Tempo. Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)
Ronnenberg

Autofahrer, die die zulässige Höchstgeschwindigkeiten nicht beachten, sind vielen Anwohnern ein Dorn im Auge. Immer wieder kommt es in direkten Gesprächen mit Mitgliedern der Verwaltung oder des Rates sowie in Sitzungen der Bürgervertretung und seiner Ausschüsse zu Beschwerden diesbezüglich. Die Stadt Ronnenberg will 2019 reagieren und das mobilen Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde Wennigsen ausleihen. Zurzeit verhandeln die beiden Kommunen noch über eine Kooperation – der Zusammenarbeit steht allerdings nicht mehr viel im Wege.

Ab dem Frühjahr 2019 könnte das Blitzgerät aus Wennigsen auch im Ronnenberger Stadtgebiet zum Einsatz kommen. „Die Verhandlungen sind noch nicht ganz unter Dach und Fach, aber es sieht gut aus“, sagte Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Verwaltung.

Bisher blitzt lediglich die Region Hannover in Ronnenberg. Außerdem misst die Polizei flexibel an verschiedenen Standorten, und es gibt die beiden stationären Messeinrichtungen an der Bundesstraße 217, am Ortsausgang in Richtung Weetzen. Der geliehene mobile Blitzer soll ergänzend oder auch ersatzweise zum Einsatz kommen. Bevor die Stadt allerdings selbst in Aktion treten kann, müssen die Region und die Polizei zustimmen. Nicht überall darf nämlich geblitzt werden.

Zunächst soll die Kooperation ein Jahr lang probeweise erfolgen. Die Stadt Ronnenberg könnte den Blitzer dann für ein halbes Jahr bekommen, allerdings nicht am Stück. Die beiden Kommunen teilen das Gerät dann gleichmäßig zwischen sich auf. Ein Mitarbeiter der Stadt wird für die Bedienung des Geräts ausgebildet – eine neue Stelle muss für die Geschwindigkeitsmessungen also nicht geschaffen werden.

Garbsen kassiert mehr als 1 Million Euro

Die Aufgabe der Geschwindigkeitsüberwachung liegt in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden. Stationäre Messstellen werden grundsätzlich von den Kommunen selbst betrieben – die Region Hannover hat allerdings für alle 20 Städte und Gemeinden die Aufgabe der Bußgeldstelle inne. Bei stationären Blitzern gehen daher 50 Prozent der Einnahmen an die Kommune, 50 Prozent verbleiben bei der Region Hannover. Wenn die Region Hannover mit ihren zwei Messfahrzeugen mobil in den Städten und Gemeinden das Übertreten der Geschwindigkeit misst, verbleiben 100 Prozent der Einnahmen bei der Region Hannover. In der Statistik der Region für 2018 liegt Garbsen mit 1.121.878,09 Euro Blitzereinnahmen bei den Kommunen vorn. Es folgen Wunstorf (335.215,70 Euro) und Neustadt (200.588,37). Ronnenberg bleibt mit 89.828,68 Euro Platz 12. Diese Statistik wird nicht zuletzt von der Anzahl der in den einzelnen Kommunen betriebenen fest installierten Messstellen bestimmt. Im Ronnenberger Stadtgebiet sind das zwei an der Bundesstraße 217. uwe

Die Region wird allerdings weiterhin die Auswertung und die Ahnung übernehmen. Die Gemeinde Wennigsen hat bereits Erfahrung im Ausleihen der Geräts: Acht Jahre lang hatte die Gemeinde Sehnde den Blitzer regelmäßig ausgeliehen, auch Barsinghausen nutze das Gerät. Die Stadt Ronnenberg wird an Wennigsen einen Tagesmiete für das Ausleihen des Blitzers zahlen.

Planungen, wo das Gerät zum Einsatz kommen könnte, gibt es bereits. „Es gibt einige Messstellen, die uns besonders am Herzen liegen“, sagte Zehler. Damit spielt er auf Stellen an, an denen besonders häufig Autofahrer durch hohes Tempo aufgefallen seien, insbesondere vor Kindergärten und Schulen, also an eher klassischen Messstellen. „Wir wollen mit dem Blitzer kein Geld verdienen, sondern den Verkehr reglementieren“, erklärte Zähler.

Info: An folgenden Tagen sind Überprüfungen der Höchstgeschwindigkeiten im Stadtgebiet durch die Region geplant: Freitag, 21. Dezember 2018, Donnerstag, 10. Januar 2019, Dienstag, 22. Januar 2019, Freitag, 1. Februar 2019, Mittwoch, 13. Februar, und Freitag, 22. Februar. Die Region macht keine Angaben zu den genauen Zeiten der Aktionen und den Messstellen.

Von Elena Everding

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