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Ronnenberg Verwaltung beklagt hohe Personalfluktuation
Umland Ronnenberg Verwaltung beklagt hohe Personalfluktuation
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18:26 08.04.2019
Symbolbild Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Die Stadt Ronnenberg hat fortlaufend mit personellen Engpässen zu kämpfen. Das hat Bürgermeisterin Stephanie Harms jetzt auf eine Anfrage eingeräumt. Aufgrund von fehlenden Mitarbeitern komme es „in allen Teams“ dazu, dass Projekte geschoben werden müssten. Die Ursache sieht die Verwaltungschefin in einer hohen Fluktuation unter den Mitarbeitern.

Vor allem die Landeshauptstadt Hannover und die in der Nachbarstadt angesiedelten Ministerien konkurrierten mit Ronnenberg um die Mitarbeiter. Teilweise werde „aggressiv geworben“, wie Harms urteilte. Einen Wechsel der Kollegen könne sie sogar nachvollziehen, sagte die Bürgermeisterin. Im Wettbewerb habe man bei den gebotenen Stundenzahlen und Gehaltsgruppen „keine ernsthafte Chance“. Im Bereich der Kindesbetreuung war dies besonders auffällig gewesen. 15 offene Stellen in Teil- und Vollzeit musste die Verwaltung zu Beginn des Jahres besetzen – in Konkurrenz zur Stadt Hannover, die bessere Gehaltsgruppen bieten konnte, das die Landeshauptstadt nicht dem Tarifverbund angehört.

Weiche Faktoren sollen helfen, Mitarbeiter zu binden

„Wir können nur mit so genannten weichen Faktoren gegensteuern“, erklärt Harms die Vorgehensweise ihrer Kommune. Bei der Kinderbetreuung gelang es, die Finanzierung einer weiteren Erzieherin pro Gruppe möglich zu machen. Damit soll Ronnenberg als Arbeitgeber für Erzieherinnen attraktiver werden. In anderen Bereichen der Verwaltung würden gleitende Arbeitszeiten und Eingliederungsmaßnahmen für Mitarbeiter, die lange pausiert haben, angeboten. Vor zwei Jahren sei auch die Telearbeit eingeführt worden. „Wir haben aber noch kein Patentrezept gefunden“, sagte Harms. Gemeinsam mit dem Personalrat sei man aber auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten.

In jedem Fall sollen die frei gewordenen Stellen so schnell wie möglich wieder ausgeschrieben werden, um sie unmittelbar wieder zu besetzen. Derzeit sucht die Stadt Ronnenberg laut Ausschreibungen auf ihrer Internetseite Sachbearbeiter in den Teams Innerer Bereich, EDV und Kommunikation sowie Sozialleistungen und Technische Infrastruktur. Dazu werden zwei Mitarbeiter im Freibad benötigt, und auch weiterhin sind zahlreiche Erzieherinnenplätze zu vergeben. Unter anderem ist die Leitung der Kita Weetzen I vakant, da die aktuelle Leiterin altersgemäß das Ende ihrer aktiven Laufbahn erreicht hat.

Auszubildende wollen später möglichst schnell Beamte werden

Keinen spürbaren Erfolg liefert hingegen die Ausbildung von Mitarbeitern im Ronnenberger Rathaus. „Das Problem ist, dass uns die ausgebildeten Kollegen schnell oder sofort nach der Ausbildung wieder verlassen“, sagt Harms. Die jungen Frauen und Männer wollten, ihrer Einschätzung nach, möglichst gleich eine Beamtenstelle, und diese könne die Stadt Ronnenberg nicht bieten. Die Verwaltungschefin hofft, dass sich der Trend stoppen lässt. „Wer sich die Lage verschärft wird die Belastung für die Mitarbeiter in den einzelnen Teams noch größer“, sagt sie.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg aus einen Blick unter haz.de/umland/ronnenberg.

Von Uwe Kranz

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