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Ronnenberg Krabbeln und Lärmen erlaubt – Frauen gestalten neuen Kindergottesdienst
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Zwei Benther Frauen laden Kinder in die Kirche ein

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11:47 26.11.2019
Julia Harlfinger, Mats-Fiete und Janina Meyer-Aggen erwarten die Kinder am Sonnabend zum Gottesdienst. Quelle: Uwe Kranz
Benthe

Diesmal wird alles anders in der kleinen Benther Kirche: Im Gottesdienst am Sonnabend, 30. November, um 15.30 Uhr darf es gern laut zugehen. In einem Brief an alle Eltern von Kindern im Alter bis sechs Jahren fragt Pastor Martin Funke: „Wolltest du im Gottesdienst immer schon einmal unter die Kirchenbank krabbeln oder ganz laut vor dem Altar ein Lied singen? Wolltest du schon immer mal in die Kirche ohne Ermahnungen still zu sitzen und leise zu sein?“ Das alles und mehr soll das neue Angebot in der Benther den Kindern ermöglichen.

„Pastor Funke hat uns gefragt, ob wir Themen für einen neuen Kindergottesdienst zusammenstellen könnten“, erzählt Julia Harlfinger, die gemeinsam mit Janina Meyer-Aggen und der Handpuppe Mats-Fiete die Gruppe leiten wird. Beide haben selbst Kinder im Zielgruppenalter und seien deshalb top „muttiviert“, sagt Harlfinger. Vor allem für Harlfinger ist es wichtig, Kirche für die Kleinsten so „selbstverständlich zu machen, wie Händewaschen und Zähneputzen“.

Die Kleinsten nehmen Kontakt zur Kirche auf

Viermal im Jahr sollen die Kleinsten mit dem Thema Kirche Kontakt aufnehmen. Die Zeit am Samstagnachmittag sei besonders schön, erklärt Harlfinger: Nach den Erledigungen und dem Mittagsschlaf der Kleinen finge dann das Wochenende richtig an. Zum Auftakt wollen sich die beiden mit den Kindern aus dem Dorf mit dem Thema „Wie riecht und schmeckt Weihnachten – und warum ist das so?“ beschäftigen. Die Kinder können unter anderem Plätzchen im Altarraum verzieren. Möglicherweise kämen auch Kinder einfach nur, um mal zu sehen, wie dieses alte Haus von innen aussieht.

Für die Frauen ist ihre neue Aufgabe durchaus „ehrenvoll“. Sie selbst habe erst als Erwachsene zum Glauben gefunden, erzählt Harlfinger. Später habe er ihr in schweren Zeiten geholfen. Das wolle sie ihren und anderen Kindern auch ermöglichen, sagt sie.

Fürs Erste sind die Ziele von Meyer-Aggen und Harlfinger bescheiden: „Es wäre ein guter Erfolg, wenn die Kinder hier rausgehen und wissen, das wir an Weihnachten die Geburt Jesu feiern“, sagt Harlfinger. „Den Rest dürfen sie gern altersgerecht bei ihren Eltern nachfragen.“

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Von Uwe Kranz

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