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Ronnenberg Realverband sieht keinen Grund zum Handeln
Umland Ronnenberg Realverband sieht keinen Grund zum Handeln
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16:15 09.04.2019
Die Kalihalde in Ronnenberg. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Die Anwohner der Ronnenberger Kalirückstandshalde sind weiterhin dabei, den Widerstand gegen ein Projekt der Firma Menke Umwelt Service Ronnenberg zu organisieren. Das unternehmen will die angehäuften Salzrückstände mit Bauschutt ummanteln und danach begrünen. Am vergangenen Donnerstag hat die Bürgerinitiative (BI) „Bauschutt – Nein Danke!“ einen Verein vorgestellt, in dessen Rahmen sich die BI als rechtlich anerkannte Organisation an einem Planfeststellungsverfahren beteiligen will. Die Unterstützung aus der Bevölkerung und der Politik ist groß. Dagegen hatte sich der Realverband, eine Landwirte-Vereinigung, bislang noch nicht klar positioniert.

Mehrheitsmeinung liegt noch nicht vor

Dazu sieht er auch zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, erklärte Hermann Haller, Vorsitzender des Realverbandes auf Anfrage. Die Vereinigung verfügt über die Nutzung der Feldwege, unter anderem als Zufahrt zur Halde genutzt werden könnten. Mit Bauschutt beladene Lastwagen, deren Anzahl schwankend mit zwischen 25 und 40 pro Tag angegeben wird, würden auf dieser Route gut 20 Jahre lang zum Kaliberg rollen, dort ihre Fracht abkippen, um danach den Rückweg anzutreten. Die Anwohner befürchten aufgrund der Arbeiten Belastungen durch Lärm, Staub und Schadstoffe.

Grundlage für Hermann Hallers Haltung ist es, dass dem Realverband bisher „hundertprozentig“ keine konkrete Anfrage der Firma Menke Umwelt Service Ronnenberg vorliegt. Deshalb habe sich der Verband bislang auch nicht mit diesem Thema beschäftigt. Die Jahreshauptversammlung, die turnusgemäß einmal im Jahr im Februar oder März abgehalten wird, ist demnach ohne eine einheitliche Meinungsfindung zur Haldenummantelung verlaufen. Er könne demnach auch keine Mehrheitsmeinung der Mitglieder verkünden, sagte Haller.

Nutzung der Feldwege ohne Anfrage kein Thema

Diese Lage ändere sich erst, wenn die Firma Menke konkrete Dinge auf den Weg bringe. „Wenn Menke eine Anfrage stellt, sind wir bereit, eine Sitzung einzuberufen, um die Meinung aller Mitglieder zu ermitteln“, sagt Haller. So lange sei es schlichtweg kein Thema für den Realverband.

Während einer BI-Versammlung im vergangenen Januar hatte Haller erklärt, er wolle „kein Bekenntnis zu der einen oder anderen Seite“ abgeben. Das war bei einigen Anwesenden nicht gut angekommen. Der Vorsitzende des Realverbandes hatte sich aber auch schon zum damaligen Zeitpunkt dagegen verwehrt, sein Verband hätte „schon das Dollarzeichen in den Augen“.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg unter haz.de/umland/ronnenberg.

Von Uwe Kranz

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