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Ronnenberg Singer-Songwirter: Rabea gewinnt den Wettbewerb
Umland Ronnenberg

Singer-Songwirter: Rabea gewinnt ersten Wettbewerb in Ronnenberg

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12:51 28.10.2019
Finale: Die Künstler gemeinsam mit Leon Braje (von rechts) und Henrik Walde auf der Bühne. Quelle: privat
Ronnenberg

Er war einfach überall. Als Rowdie baute Leon Braje die Bühne auf, ehe er gemeinsam mit den Künstlern den Soundcheck vornahm. Natürlich übernahm er auch die Betreuung der Teilnehmer am ersten Ronnenberger Singer-Songwriter-Wettbewerb. Die Musiker, die er selbst eingeladen hatte, sollten sich schließlich in der Lütt Jever Scheune wohlfühlen. Später führte Braje persönlich die Interviews mit den Kandidaten – und am Ende stand der Sänger auch selbst auf der Bühne. Irgendwie war es sein Abend.

Doch im Mittelpunkt stellen wollte sich der bodenständige Künstler nicht. Den hatte er bei der Veranstaltung des Kulturvereins Ronnenberg den fünf Musikern vorbehalten, die sich dem Publikum präsentierten – vor allem aber Rabea, die mit ihrem Auftritt am Ende die meisten Herzen im Publikum für sich gewinnen konnte.

Dabei hätte jeder der fünf Kandidaten den Sieg verdient gehabt. Der Wettbewerb habe deutlich nicht dem „Klischee entsprochen, das für solche Veranstaltungen oft gilt“, sagte Braje. „Wenn man vorher gewusst hätte, auf welchem Niveau die Künstler spielen, wäre es sicher noch voller geworden“, bestätigte ihn eine Besucherin. Dabei war die Lütt Jever Scheune am Freitagabend gar nicht mal schlecht gefüllt.

Jeder Künstler hat seinen ganz eigenen Stil

Auf der Bühne zeigten alle Interpreten ihren ganz eigenen Stil: Isaak Guderian begann mit viel Power die zuvor mit Glücksfee Braje ausgeloste Reihenfolge. Auf Chris March, der mit Gutelaune-Songs das Publikum zum Mitsingen und Schunkeln anregte, folgte Desmond Lewis, der in seinen Songs eher düstere Gedanken verarbeitet. Nach zwei Liedern musste jeder Braje Rede und Antwort stehen. Im Gespräche zwei Musiker verrieten sie viele persönliche Dinge. Guderian sprach über seine überwundene Drogensucht und seine junge Vaterschaft, March erklärte, wie er vom Bundeswehr-Offizier zum Berufsmusiker wurde, und Lewis schilderte, wie er auf seine Texte komme, wenn er nachts um 3 Uhr nicht schlafen könne.

Alle, auch der abschließend auftretende Leonard Ottolien, standen mit ihrer Gitarre am Mikrofon. Rabea machte da eine Ausnahme: Mit Cello und Loopstation erzeugte sich einen beachtlichen Sound und trat doch bescheiden und zerbrechlich vor das Publikum. Dass ihr erstes Lied von einer Stimme handelte, die ihr einreden will, dass sie das alles gar nicht richtig mache, erstaunte die Zuhörer – so viel Selbstzweifel, bei so viel Qualität in ihrer Darbietung.

Das Publikum tat sich schwer in der Entscheidung. Jeder Besucher hatte beim Eintritt einen Wahlzettel erhalten und sollte den besten Song bewerten. Die Meinungen gingen durcheinander. „Auch innerhalb meiner Familie waren sie sich nicht einig“, erzählte Braje.

„Beim Publikum noch Potenzial nach oben“

Deshalb war es vielleicht ihr bescheidener Auftritt, der den Unterschied im Wettbewerb so unterschiedlicher Musiker für Rabea ausmachte. Und so wollte die Siegerin ihren Erfolg am Ende auch nicht überbewerten. Eigentlich könne man die Teilnehmer gar nicht miteinander vergleichen, sagte sie ausgleichend.

Braje und der Kulturvereinsvorsitzende Henrik Walde zogen am Ende jedenfalls ein positives Fazit, „auch wenn vom Publikum noch Potenzial nach oben war“, wie der Moderator feststellte. Eine Neuauflage, etwa einmal pro Jahr hielt Braje aber nicht für ausgeschlossen. Dann könnte vielleicht auch Louisa Jones ihren Auftritt in Ronnenberg nachholen. Die junge Musikerin, als sechste Teilnehmerin in der Konkurrenz gemeldet, war kurzfristig erkrankt und verbrachte den Abend im Krankenhaus anstelle in der Lütt Jever Scheune. Auf jeden Fall gebe es im Raum Hannover noch genügend gute Künstler, „damit wir nicht immer dieselben einladen müssen“, sagte Braje.

Rabea überzeugt das Publikum mit ihrem Auftritt am meisten.

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Von Uwe Kranz

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