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Ronnenberg Mehr als 300 Menschen feiern das Fest der Kulturen
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Wennigsen: Mehr als 300 Menschen tanzen und feiern beim Fest der Kulturen

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12:23 08.09.2019
Beim Fest der Kulturen schafft das gemeinsame Tanze ein gutes Miteinander. Quelle: Heidi Rabenhorst
Wennigsen

Die Mitglieder des Vereins Miteinander in Wennigsen strahlten: Mehr als 300 Deutsche, Migranten und Flüchtlinge sind am Sonnabend zum vierten Fest der Kulturen am Gemeindehaus von Marien-Petri gekommen – einen eindrucksvolleren Beleg für die erfolgreiche Integration könnte es kaum geben.

Schon seit Jahren engagiert sich der Verein Miteinander in Wennigsen, der aus der Initiative Welcome entstanden ist, in der Flüchtlingshilfe innerhalb der Gemeinde. Jürgen Welk freute sich. „Es gelingt uns immer mehr, mit dem Fest ein Miteinander der Wennigser zu schaffen und Raum zu geben für Begegnungen“, sagte der Mitbegründer des Vereins.

Erstmals Musik aus Afrika und Griechenland

Eindrucksvoll waren auch die musikalischen Beiträge: Erstmals gab es nicht nur Musik aus dem arabischen Raum, sondern auch aus Afrika und Griechenland.

Die Talking Hands ließen afrikanische Trommeln erklingen. Rhythmisch entführten Carsten Herpel, Hainer Kuznik, Dagmar Jung und Uwe Müller die Gäste in die Stammesgebiete der Malinke aus Guinea und Mali. Und noch eine Premiere gab es beim Wennigser Fest der Kulturen: Wer wollte, konnte beim Auftritt der deutsch-griechischen Tanzgruppe Parea mittanzen.

Mehr als 300 Besucher feiern und tanzen beim Fest der Kulturen in Wennigsen.

Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, als die Bantorfer Band Sound of Hope – früher unter dem Namen „Nachbarn musizieren“ bekannt – ihre orientalischen Klänge ertönen ließ. Spätestens jetzt hielt es viele Besucher nicht mehr auf den Bänken, und Hand in Hand zelebrierten sie den folkloristischen Dabke-Rundtanz.

Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren über den Anteil der Einheimischen unter den Feiernden. „Es werden von Jahr zu Jahr mehr“, sagte Welk. Für die Kinder waren etliche Mitmachaktionen wie Kinderschminken und Geschicklichkeitsspiele vorbereitet worden. Wer wollte, konnte sich ein Henna-Tattoo malen lassen.

„Bei Kindern gelingt Integration problemlos“

Mit der Gemeindejugendfeuerwehr beteiligte sich zum ersten Mal auch eine wichtige Wennigser Organisation. Marcel Ryback (Argestorf), Renate Piel (Wennigser Mark), Laura Weber (Wennigsen) und Nico Markowsky (Holtensen) hatten den Brandschutzanhänger mitgebracht, der vor allem bei den jüngeren Festbesuchern auf großes Interesse stieß.

„Wir haben sofort zugesagt, als wir um eine Teilnahme gebeten wurden. Vor allem bei Kindern gelingt Integration problemlos. Die Jungen und Mädchen haben keine Berührungsängste“, sagte Ryback. Dass es den Kindern einen riesigen Spaß machte, war allen anzusehen. Mohammad fand es richtig „cool“, die Flammen zu löschen.

Büfett-Erlös fließt in Integrationsarbeit

Beim internationalen Büfett war für jeden Geschmack etwas dabei. Dass diese große Auswahl den Besuchern des Festes serviert werden konnte, war den Flüchtlingen zu verdanken. „Obwohl wir anbieten, die Zutaten zu bezahlen, bestehen die meisten Familien darauf, ihren Beitrag zum Büfett als Dankeschön für die freundliche Aufnahme und Hilfe im Ort zu spenden“, sagte Sabine Debus vom Vorstandsteam.

Der Erlös fließt vollständig in die Integrationsarbeit des Vereins, dem in diesem Jahr auch der Klimaschutz ein besonderes Anliegen war. Beim Fest wurde auf Einweggeschirr verzichtet und stattdessen nur normales Geschirr und Besteck verwendet.

Zuschüsse von Region und Gemeinde

Zuschüsse gab es wieder aus Spendentöpfen der Region Hannover und der Gemeinde Wennigsen. Ohne diese Unterstützung könnte der Verein ein solches Fest gar nicht realisieren. „Für das nächste Fest haben uns die Wennigser Grünen eine Finanzspritze zugesagt“, sagte Debus erfreut.

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Von Heidi Rabenhorst

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