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Ronnenberg Das wünschen sich die Ortsbürgermeister für 2019
Umland Ronnenberg Das wünschen sich die Ortsbürgermeister für 2019
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11:16 18.01.2019
Die Abrissarbeiten an den Gebäuden der ehemaligen Zuckerfabrik in Weetzen gehen zügig voran. In die Planungen für eine spätere Wohnbebauung sollen die Bürger nach Vorstellung des Ortsrates intensiv mit eingebunden werden. Quelle: Archiv (Uwe Kranz)
Ronnenberg

Es sind zwar ganz individuelle Wünsche, die die Ortsbürgermeister der Ronnenberger Stadtteile für das Jahr 2019 äußern. Trotzdem sind sich die Amtsinhaber im übergeordneten Sinn weitgehend einig: Wichtig sind ihnen Projekte und Einrichtungen, die den Zusammenhalt der Bürger stärken. Unverzichtbar ist demnach auch eine Weiterentwicklung der innerörtlichen Infrastrukturen – in den Bereichen Straßenverkehr, Wohnraum, Kinderbetreuung, Gastronomie und Dorftreffpunkte.

Benthe

Detlef Hüper Quelle: Archiv

Ortsbürgermeister Detlef Hüper bestätigt dies mit seinem wichtigsten Anliegen: „Ich wünsche mir an erster Stelle, dass der Betrieb in unserem neuen Dorfladen weiterhin so gut läuft wie bisher“, sagt Hüper. Zwar gebe es seit der Eröffnung im vergangenen August keinen Grund zur Sorge: Das Café benthe.mitte werde sehr gut angenommen. „Aber bislang sind auch die Vorgängermodelle nach längerer Zeit aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann gescheitert“, sagt Hüper. Um das zu vermeiden, rufe er alle Bürger auf, den Dorfladen und seine Angebote zu nutzen – und auch Veranstaltungen des Vereines Kulturladen zu besuchen, sagt Hüper. Er wünscht sich außerdem, dass die bereits seit einem Dreivierteljahr laufenden Kanalarbeiten in Richtung Sportplatz und Hotel bald beendet werden. „Dann wird anschließend hoffentlich auch schnell wieder die Straßendecke instand gesetzt“, sagt der Ortsbürgermeister. Was die Nutzung neuer Angebote angeht, ist Hüper auch für die neue barrierefreie Bushaltestelle zuversichtlich: „Das wird dem Öffentlichen Personennahverkehr in Benthe einen Schub geben.“

Ihme-Roloven

Hans-Hermann Fricke Quelle: Archiv

Hier sieht Ortsbürgermeister Hans-Hermann Fricke für das rund 150 Jahre alte Dorfgemeinschaftshaus Handlungsbedarf. Vor allem „die verrotteten Sanitäranlagen“ im Seitenbereich des Vorplatzes müssten im Jahr 2019 unbedingt erneuert werden. „Das ist der größte Wunsch des Dorfes an die Stadt Ronnenberg: Dass die eingeplanten Haushaltsmittel für die Sanierung auch bewilligt werden“, sagt der Ortsbürgermeister. Er selbst sei im Jahr 1964 dort noch in die damalige Grundschule gekommen. Seitdem sei kaum etwas an den Toiletten gemacht worden. „Die Fliesen platzen ab, die Leitungen verstopfen“, sagt Fricke. Der Ortsrat denkt derzeit aber auch über eine Neugestaltung des gesamten Dorfgemeinschaftshauses im nächsten Jahr nach. „Das Gebäude hat viel mehr Potenzial und soll umgebaut werden, weil es einige ungenutzte Abstellkammern und Räume gibt“, sagt Fricke. Für das 150 Jahre alte Haus will der Ortsrat zusammen mit den Vereinen aus dem Ort ein Nutzungskonzept erarbeiten.

Linderte

Karsten Erbelding Quelle: Archiv

Ortsbürgermeister Karsten Erbelding will sich weiterhin beharrlich für die Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern im Dorf einsetzen. „Wir möchten innerhalb des Ortes eine Tempo-30-Zone“, nennt Erbelding noch einmal die lang ersehnte Geschwindigkeitsbegrenzung als größten Wunsch. Bislang waren alle Vorstöße wegen einer fehlenden Rechtsgrundlage gescheitert. Trotzdem will der Ortsrat laut Erbelding nicht aufgeben. „Ein Anfang wäre doch zumindest die Straße Lindenbrink mit der Bushaltestelle“, sagt Erbelding. Aber auch auf der Holtenser Straße würde es wegen einiger Engpässe immer wieder zu Schwierigkeiten kommen.

Ein ehrgeiziges Ziel hat der Ortsbürgermeister in Sachen Kinderbetreuung. „Ich wünsche mir, dass das Vorhaben, in Linderte einen Kindergarten zu bauen, umgesetzt wird“, sagt Erbelding. Erste Voraussetzung für dieses Projekt sei, ein geeignetes Grundstück zu finden. An erster Stelle steht bei Erbelding aber auch noch eine ganz andere Sache: „Ich wünsche mir weiterhin einen guten Zusammenhalt im Dorf.“

Weetzen

Volker Zahn Quelle: Archiv

Das ist auch ein Ziel, das in Weetzen ganz oben auf der Wunschliste steht. Anstelle des erkrankten Ortsbürgermeisters Rüdiger Wilke gibt Stellvertreter Volker Zahn einen Überblick. Demnach stehen für das Dorf im Jahr 2019 gleich mehrere Feiern anlässlich des Ortsjubiläums im Mittelpunkt. Das 750-jährige Bestehen werde zunächst mit einem Festakt am 6. April gewürdigt. „Gefolgt von einem Mehrgenerationenfest am 29. Juni sowie unserem Fest Anfang September, an dem wir Weetzer unser Dorfjubiläum feiern“, sagt Zahn. Sehr erfreulich ist aus Sicht des Ortsrates ein erkennbarer Fortschritt beim Abriss der Zuckerfabrik. Auf dem Areal soll nach ersten Überlegungen vor allem Wohnbebauung entstehen. „Wir wollen die Bürger eng in die Planungen einbinden“, kündigt der stellvertretende Ortsbürgermeister an. Der größte Wunsch für das neue Jahr sei aber die Umwandlung des früheren Gasthauses Lüerßen an der Hauptstraße in ein Dorfgemeinschaftshaus. „Dazu wurde bereits ein Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt“, sagt Zahn.

Die Kalihalde in Ronnenberg reicht bis dicht an die Wohnbebauung heran. Die Grundstücke grenzen unmittelbar an den Zaun der Kalihalde. Quelle: Uwe Kranz

Bürgermeisterin will Bauschutt auf Kaliberg verhindern

Weil es in Ronnenberg und Empelde keine Ortsräte und Ortsbürgermeister gibt – wegen der großen Anzahl von Vertretern aus den beiden Orten im Rat der Stadt – hat Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms Neujahrswünsche für die beiden Stadtteile genannt. Für sie gibt es ein besonderes Anliegen: „Für Ronnenberg wünsche ich mir vor allem, dass eine Entscheidung fällt, den Kaliberg nicht für eine Renaturierung mit Bauschutt zu ummanteln“, sagt Harms. Schon bei einer Informationsveranstaltung hatte sie vor wenigen Wochen angekündigt, sich im Sinne der Anwohner gegen dieses Projekt auszusprechen – mit einer entsprechenden Stellungnahme der Kommune. Außerdem wünscht sich die Bürgermeisterin sehr, dass auf dem leer stehenden Grundstück an der Straße Lange Reihe endlich der Bau eines seit Jahren geplanten Wohn- und Geschäftshauses beginnt. „Mit der versprochenen Eisdiele mitten im Ortskern“, hofft Harms.

Einsetzen will sich die Bürgermeisterin auch dafür, dass an der Hermann-Ehlers-Allee in Empelde ein geplanter Hochbahnsteig für die Stadtbahn unbedingt im Norden der Bundesstraße auf der Seite der Stadt Hannover errichtet wird. „Außerdem muss dort dann ein zusätzlicher Park-and-Ride-Parkplatz gebaut werden“, wünscht sie sich. Was beide Stadtteile angeht – Empelde und Ronnenberg: „Ich hoffe, dass der Rat die Entscheidung fällt, den fünften und sechsten Jahrgang der KGS nach Empelde in einen Erweiterungsbau zu verlagern, damit die Grundschule in Ronnenberg bald mehr Kinder aufnehmen und den Ganztagsbetrieb einführen kann“, sagt die Bürgermeisterin.

Wunschlos glücklich ist auch der Ortsvorsteher des mit rund 300 Einwohnern kleinsten Ronnenberger Stadtteiles nicht. Für das Dorf Vörie hofft Ortsvorsteher Jörg Schmidt, dass bald die stellenweise beschädigten Bürgersteige und Straßen instand gesetzt werden. Außerdem wünscht er sich, dass sich nicht mehr nach starken Regenfällen große Pfützen am Ortsausgang in Richtung Ihme-Roloven bilden. „Eine bessere Straßenentwässerung wäre gut“, sagt Schmidt. Unbedingt verhindern will er, dass der Bahnübergang in der Feldmark in Richtung Holtensen abgeschafft wird. „Sonst können den Weg dorthin Landwirte, Spaziergänger und Radfahrer nicht mehr nutzen“, sagt der Ortsvorsteher.

Von Ingo Rodriguez

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