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Seelze 800 Jahre Harenberg: 150 Gäste kommen zu besonderem Neujahrsempfang
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800 Jahre Harenberg: 150 Gäste kommen zu besonderem Neujahrsempfang

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08:00 13.01.2020
Hinter den Kulissen sorgen Martina Menell, Silvia Stumpe und Diana Häsner dafür, dass die Gäste genügend saubere Gläser haben. Quelle: Sandra Remmer
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Harenberg

Rund 150 Harenberger sind am Sonnabend zum Neujahrsempfang in die Mehrzweckhalle gekommen. Zuvor hatten sie gemeinsam einen Gottesdienst in der St.-Barbara-Kirche gefeiert. „Heute ist es voller als Heiligabend“, sagte Pastor Nikolaus Kondschag.

Der Neujahrsempfang war der erste von insgesamt fünf Terminen, die das Organisationsteam für dieses besondere Jahr geplant hat. Denn der Ort besteht 2020 seit 800 Jahren.

Urkunde bringt den Stein ins Rollen

Dass die Harenberger dieses Datum kennen, ist einem Zufall zu verdanken. „Wir haben das Jubiläum der Kirche vorbereitet. Da ist uns plötzlich diese Urkunde in die Hände gefallen“, erzählt Werner Nienburg. Und in dieser besagten Urkunde aus dem Jahr 1220, in der es um eine Schenkung des Grafen Burchard von Oldenburg an das Kloster Marienwerder geht, ist der Name Harenberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

„Da haben wir uns gedacht, das müssen wir groß feiern“, so Nienburg. Schnell hatten sich Vertreter von Feuerwehr, DRK, Gesangverein, Kirche und Sportverein zusammengetan und an die Organisation gemacht. Außerdem gehören der Ortsrat und der CDU-Ortsverband dazu, die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Detlef Schallhorn.

Norbert Saul gibt einen kurzen historischen Abriss zur Entstehungsgeschichte. Quelle: Sandra Remmer

Vorbereitungen laufen seit drei Jahren

2017 hat das Team mit den Vorbereitungen begonnen und seither eine Menge historisches Material zusammengetragen. Einen Auszug von rund 200 Fotos konnten die Besucher beim Neujahrsempfang in einer Diaschau bewundern. „Ich bin im Ort herumgegangen und habe insbesondere bei den Älteren nach Bildern gefragt“, erzählt Nienburg. Einiges an Material habe er von verschiedenen Landwirten bekommen, die sich in Scheunen und auf dem Dachboden auf die Suche gemacht hätten.

Zu den Fotos sind noch etwa 200 Exponate gekommen, die bei zwei Ausstellungen in der Mehrzweckhalle am Dienstag, 14. April, und Sonntag, 4. Oktober, jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein werden. Für die Ausstellung hofft Nienburg noch auf weitere Fotos. Wer welche zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter Telefon (05137) 93295 bei ihm melden.

Biene erinnert an Immenhof

„800 Jahre Harenberg in zehn Minuten“ – so leitete Stadtarchivar Norbert Saul seinen Vortrag ein. Tatsächlich gelang es ihm, das Zeitfenster einzuhalten und dennoch eine Menge Informationen zur Ortsgeschichte zu geben. So erfuhren die Gäste beispielsweise, dass das Kloster Marienwerder der größte Grundbesitzer in Harenberg war. Grund dafür war der Adel, der in der Hoffnung, in den Himmel zu kommen, ungeheure Reichtümer an die Klöster verschenkte.

Sie erfuhren auch, dass die Biene im Ortswappen an die ehemalige Immenhof-Siedlung erinnert, die in Richtung der Harenberger Mühle gestanden hatte. Neben dem historischen Abriss nutzten Bürgermeister Detlef Schallhorn und Ortsbürgermeister Wilhelm Lohmann den Anlass für Grußworte und Gratulationen.

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Von Sandra Remmer

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