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Seelze Böllern an Silvester: So denken die Seelzer über ein Feuerwerksverbot
Umland Seelze

Böllern an Silvester: So denken die Seelzer über ein Feuerwerksverbot

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17:06 30.12.2019
Seit Sonnabend können Verbraucher in den Geschäften Feuerwerksartikel kaufen.
Seit Sonnabend können Verbraucher in den Geschäften Feuerwerksartikel kaufen. Quelle: Heike Baake
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Seelze

Seit Sonnabend können auch in Seelze Feuerwerkskörper gekauft werden. Die Sonderregale in zahlreichen Seelzer Geschäften sind gefüllt mit Raketen, Böllern und Feuerwerksbatterien. Während in Hannovers Innenstadt in vielen Teilen das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten ist, können die Seelzer sich auch in diesem Jahr der Silvester-Tradition widmen – allerdings nur im Zeitraum zwischen dem 31. Dezember, 20 Uhr, und dem 1. Januar, 3 Uhr. Zu einem Feuerwerksverbot haben die Seelzer unterschiedliche Meinungen.

Ilja Moor und Sohn Lennox haben sich sechs Feuerwerksraketen gekauft. Quelle: Heike Baake

Ilja Moor sorgt für Lichteffekte am Himmel

Ilja Moor (37) und Sohn Lennox (9) haben sich mit sechs Raketen eingedeckt, die sie in der Silvesternacht zünden werden. Ein Feuerwerksverbot sei ihm grundsätzlich egal und würde die Familie nicht dazu bewegen, den Wohnort zu wechseln, erklärt Ilja Moor lachend. Dennoch könne er die Kritik von Umweltschützern nicht verstehen. „Deutschland ist ein so kleiner Fleck, da können andere die Pionierarbeit leisten“, sagt er. Sohn Lennox gefallen Feuerwerksraketen besonders gut, wenn sie in der Silvesternacht am Himmel leuchten. Böller und ähnliches seien ihm aber zu gefährlich, sagt er.

Holger Zernetsch möchte nicht auf die Feuerwerkstradition verzichten. Quelle: Heike Baake

Holger Zernetsch mag die Silvestertradition

Der Harenberger Holger Zernetsch (35) hat neben einem Kinderfeuerwerk und Kettenkrachern auch Raketen in den Einkaufswagen gelegt. „Das ist für mich Tradition und gehört dazu“, sagt er. Ob das Feuerwerk wirklich der Umwelt schade, sei seiner Meinung nicht nachhaltig belegt. Die Silvestertradition sei für ihn sehr wichtig und auch als Hundehalter wolle er darauf nicht verzichten, verrät er. Dass in der Innenstadt von Hannover ein Verbot besteht, findet allerdings Zernetsch gut, für Seelze hält er es dagegen nicht für angebracht. „Hier ist genug Raum und ich persönlich habe gelernt, verantwortungsvoll mit Feuerwerk umzugehen“, sagt er. Kompromisse seien besser als ein generelles Feuerwerksverbot.

Dennis Häfker wäre ein Verbot egal

Obwohl es in seiner Jugend für ihn nicht erlaubt war, hat sich Dennis Häfker (32) im Alter von 14 Jahren gern mit Silvesterknallern beschäftigt. Heute sieht er das anders. „Es interessiert mich einfach seit vielen Jahren nicht mehr, und das hat nichts mit der Diskussion über die Feinstaubbelastung zu tun“, erzählt er. Ein Verbot im Seelzer Stadtgebiet wäre ihm egal. Grundsätzlich sei er jedoch der Ansicht, dass derjenige der gerne zu Silvester knallt, ruhig knallen solle.

Zum Thema Feuerwerk informiert die Stadt Seelze auf ihrer Homepage unter seelze.de. Interessenten können dort auch die Verordnung zum Sprengstoffgesetz, Informationen zu den unterschiedlichen Kategorien und deren Benutzung sowie die Regelung zu Silvester nachlesen.

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Von Heike Baake