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Seelze Ehepaar Dräger entlockt Dudelsack erste Töne
Umland Seelze

Ehepaar Dräger besucht Dudelsack-Schnupperstunde der Seelzer Musikschule

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09:00 28.01.2020
Gabi Bode (links) erklärt dem Ehepaar Gerald und Maren Dräger die Schäferpfeife. Quelle: Heike Baake
Lohnde

Im Musikraum der Astrid-Lindgren-Schule in Lohnde sind jetzt ganz außergewöhnliche Töne erklungen. Gabi Bode, Mitarbeiterin der Musikschule Seelze, gab Interessenten der Dudelsack-Schnupperstunde eine Einführung in das außergewöhnliche Instrument. „Ich war viel auf Festivals und habe Dudelsackspielern zugehört“, erzählte Bode. 2003 habe sie dann angefangen, sich das Instrument selbst beizubringen. Ihr eigentliches Hauptinstrument sei die Querflöte, insbesondere die irische Holzquerflöte.

Gerald Dräger erfüllt sich Jugendtraum

Das Ehepaar Maren und Gerald Dräger aus Seelze-Süd nahm das Angebot der Schnupperstunde an und lernte die Schäferpfeife kennen. Sie gehört zu den zahlreichen Dudelsackarten, die es in unterschiedlichen Ländern gibt. Am bekanntesten dürfte hierzulande der schottische Dudelsack sein. Aber auch der Klang des irischen Instrumentes erhielt ganz besonderen Ruhm durch die zahlreichen Soundtracks in bekannten Filmen. Auch auf mittelalterlichen Märkten taucht der Dudelsack immer wieder auf und verschafft sich als Marktsack Gehör.

Bode ist gemeinsam mit einer Kollegin für das Irish-Ensemble der Musikschule verantwortlich, das sich neben kleineren Auftritten besonders bei Stadtfesten und Musikschulkonzerten präsentiert. Auch die neuen Dudelsack-Musiker könnten in das Ensemble einsteigen. Die Drägers schreckte das nicht ab, als Mitwirkende bei den Zeitreisenden aus Seelze sind sie große Auftritte gewohnt. Dort ist Maren Dräger sogar mit ihrer Geige aktiv. Ehemann Gerald spielt allerdings kein Instrument und betritt bei der Schnupperstunde absolutes Neuland. „Ich habe mir als Kind schon gewünscht, Dudelsack zu spielen, es ist ein Jugendtraum“, sagte er und verfolgt gespannt die Erklärungen der Musiklehrerin.

Neuanschaffung liegt bei 2000 Euro

Bode berichtete, dass traditionelle Musik nicht zwingend nach Noten gespielt werde. Volksmusik, so sagt sie, ist nicht schriftlich festgelegt und wird über Spielen und Hören weitergeben. Besonders in Irland gäbe es eine Auswahl an Musik, die ohne Notenkenntnisse gespielt werden könne. Bode hat gute Verbindungen zu einem Dudelsackbauer und kann Interessenten problemlos zu einem Leihinstrument verhelfen. „Bei einer Neuanschaffung kann man bis zu 2000 Euro für eine Schäferpfeife ausgeben“, sagte sie. Das sei günstig, denn der irische Dudelsack wäre wesentlich teurer und durch mehrere Pfeifen auch schwieriger zu spielen.

Und obwohl die Schäferpfeife mit einer Spiel- und zwei Bordunpfeifen einfacher sein soll, mussten sich die Drägers bis zum Erklingen des Instrumentes doch etwas anstrengen. Entsprechend den Anweisungen legten sie sich erst einmal den Dudelsack um. „Der Luftsack gehört unter den Arm“, erklärte Bode. Und bevor der erste Ton erklang, pusteten die Drägers über ein Rohr Luft in den Sack, die sie anschließend mit ihrem Arm in die Pfeifen pumpten. Die Bordunpfeifen liefern bei dem Dudelsack einen Dauerton und die Spielpfeife eine Melodie – ähnlich wie bei einer Blockflöte halten dort die Finger Öffnungen zu. „Das Besondere ist hier, dass beide Daumen eingesetzt werden“, erklärte Bode. Am Ende der Schnupperstunde war sich das Ehepaar noch nicht ganz sicher. Für eine Woche liehen sie sich erst einmal die Schäferpfeife aus, um sich in heimischer Atmosphäre noch weiter mit ihr vertraut zu machen.

Bei weiteren Instrumenten Kapazitäten frei

Katharina Schorries, stellvertretende Leiterin der Musikschule, verwies darauf, dass auch bei anderen Instrumenten noch freie Plätze vorhanden sind. „Die Lehrer für Posaune, Trompete, Geige, Cello, Blockflöte, Querflöte und Klarinette haben noch Kapazitäten frei“, sagte sie. Interessenten können sich per E-Mail an Musikschule@seelze.de oder unter Telefon (0511) 60074488 an die Musikschule wenden.

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Von Heike Baake

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