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Nachrichten Almauftrieb in Vesbeck: Auch Milchkühe kommen auf die Weide
Umland Seelze Nachrichten Almauftrieb in Vesbeck: Auch Milchkühe kommen auf die Weide
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00:20 18.05.2018
Hintereinander ziehen Holubarschs über hundert Milchkühe zur Marschwiese, auf der sie weiden können. Quelle: Patricia Chadde
Vesbeck

Weidende Kühe? Das Bild ist nur noch selten in Neustadts Landen zu entdecken. Dabei frisst eine Milchkuh rund 50 Kilo Frischmasse am Tag und trinkt 100 Liter Wasser. Das war im Jahr 1851 schon so ähnlich, als der Vesbecker Hof der Landwirtsfamilie Holubarsch das erste Mal in einer Chronik erwähnt wurde und das ist heute noch so. Wieviel Wassereimer da geschleppt wurden, möchte sich heute niemand vorstellen. 

Doch die Entwicklung schreitet voran und findet intelligente Lösungen, die Mensch- und Tierwohl miteinander koppelt. Seit sechs Jahren leben die 110 Holsteiner Schwarzbunten, wie die Rasse heißt, bei Holubarschs in der Offenstallhaltung. Das bedeutet: sie haben ein Dach über dem Kopf, aber die Seitenwände sind offen. Die durchschnittliche Milchleistung von 30 Litern pro Tag und Tier findet Familie Holubarsch natürlich prima. Auch die Tiere sind zufrieden. Außerdem kommen sie Anfang Mai auf die Weide. Rund 6,5 Hektar Marschwiese dienen ihnen als Auslauf, was die Wiederkäuer interessant und anregend finden.

Aufmerksam beobachtet die Kuh, wie Stephan Holubarsch die Stalltürverriegelung löst. Quelle: Patricia Chadde

So steigert der Aufenthalt unter freiem Himmel ihre Vitamin D3-Produktion ebenso wie die Fruchtbarkeit, auch der Bewegungsapparat profitiert. Außerdem bietet sich Betrachtern ein idyllisches Bild, wenn die Kühe den Kopf heben, wenn das Tor quietscht und dann auf die Wiese galoppieren, mitunter unterbrochen von Bocksprüngen. Obwohl die Tiere satt werden, füttert Holubarsch Gras, Mais, Rapsschrot, Maisschrot und Biertreber zu. Und zum Melken gehen die Tiere selbstständig an den Melkroboter.

Im Vergleich zu früher können heute auch Mist und Gülle hocheffizient verwertet werden. Beides landet in der hofeigenen Biogasanlage, die Strom und Wärme aus dem tierischen Abfallprodukt gewinnt. Wie nahe sich Mensch und Tier sind, kann man übrigens an Milchkuh Jeanett sehen. Sie heißt nicht nur wie Stephan Holubarschs Frau, beide bekamen auch im November 2017 Nachwuchs. Klarer Fall, dass Baby Hauke und Jeannetts Kälbchen eine besondere Beziehung zueinander pflegen - ein täglicher Besuch gehört zum lieb gewonnenen Vesbecker Hofalltag.

Von Patricia Chadde

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