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Nachrichten Flüchtlinge im ehemaligen Getränkemarkt?
Umland Seelze Nachrichten Flüchtlinge im ehemaligen Getränkemarkt?
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22:47 21.06.2015
Von Sandra Remmer
In dem ehemaligen Getränkemarkt will ein Investor sechs Wohnungen für Flüchtlinge bauen, die dann von der Stadt angemietet werden sollen.  Quelle: Treeske Hönemann/Archiv
Seelze

Die Meinungen der Facebook-Nutzer könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die eine Seite Verständnis und Mitleid für die Flüchtlinge, die in Seelze und den dazugehörigen Ortsteilen untergebracht werden sollen, aufbringt, driften andere Kommentare eher in eine ganz andere Richtung ab. „Viele wollen halt keine Flüchtlinge“ oder auch Vorschläge wie „Wenn ihr doch so sozial eingestellt seid, dann bittet doch die Flüchtlinge, bei euch mit einzuziehen, natürlich auf eure Kosten, und helft ihnen, Deutsch zu lernen“ stehen dort zu lesen. Andere Mitglieder der Gruppe „Du bist Seelzer“ befürchten, durch die dezentrale Flüchtlingsunterbringung im Ortskern könnten Nachteile für dort ansässiges Gewerbe entstehen.

Für Ortsbürgermeister Wilfried Nickel sind derlei Gedankengänge nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Er glaubt sogar, dass die ortsansässigen Geschäfte von den Flüchtlingen profitieren werden. „Das sind Familien, die auch einen Bedarf haben“, sagt der Sozialdemokrat. Diese Meinung vertritt auch Andreas Schulze von den Grünen. „Ich sehe da eher eine Chance für den örtlichen Einzelhandel und die Apotheken. Menschen, die alles verloren haben, müssen vieles neu kaufen“, schreibt er auf Facebook. „Wichtig ist Transparenz bei der Information, damit die Gerüchteküche nicht brodelt“, stellt Nickel klar.

Weitere Einzelheiten zur geplanten Flüchtlingsunterbringung in Lohnde erfahren interessierte Bürger während der nächsten Ortsratssitzung am Dienstag, 7. Juli, im Bürgerhaus an der Theodor-Heuss-Straße.

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