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Umland Seelze Nachrichten Für Obdachlose wird es eng
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20:46 19.02.2015
Von Treeske Hönemann
Die Unterkunft für Obdachlose und Flüchtlinge ist in die Jahre gekommen. Quelle: Treeske Hönemann
Seelze

26 Zimmer mit einer Größe von elf bis 20 Quadratmetern gibt es in dem zweistöckigen Gebäude. Auf jeder Etage gibt es eine Küche, eine Dusche mit zwei Duschköpfen, einen Waschraum mit zwei Becken. Anfang der neunziger Jahre, als es schon einmal viele Flüchtlinge in der Stadt Seelze gab, war es eine reine Unterkunft für diese Menschen. Die Zimmer waren mehrfach belegt.

Als sich die Situation später entspannte, zogen Obdachlose ein. Sie haben ihre Zimmer für sich oder teilen es sich freiwillig mit jemandem. Sie zahlen für die Nutzung eine Gebühr oder, sofern sie berufstätig sind, Miete. Ihr Leben in der Unterkunft wird sich verändern.

„Die derzeitige Situation macht es erforderlich, dass die Zimmer wieder mehrfach belegt werden“, sagt Stadtsprecherin Martina Krapp. Seit zwei Jahren sind schon Flüchtlinge in dem Haus untergekommen. Sie leben vor allem in den oberen Etagen.

Kürzlich teilte die Stadt den Obdachlosen mit, dass sie Platz in ihrem Zimmer schaffen müssen für eine zweite Person. Es werden Etagenbetten aufgestellt. „Mein Zimmer ist nur elf Quadratmeter groß. Wie soll das mit einer zweiten Person gehen. Zumal noch mit Ausländern. Das gibt doch nur Spannungen“, sagt ein Obdachloser.

Er verweist einerseits auf die wenigen Duschen, Toiletten und Waschbecken. „Die Sanitäranlagen sind für so viele Menschen im Haus gar nicht ausgelegt.“ Außerdem stört ihn, dass Mitbewohner Gemeinschaftsräume in unsauberem Zustand hinterlassen und die Stadt zu wenig sauber macht.

„In Niedersachsen gibt es keine Mindeststandards für Zimmer. Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, damit die Kommunen größere Handlungsspielräume bei der Unterbringung haben“, sagt Krapp. Flüchtlinge und Obdachlose würden in der Unterkunft von einem städtischen Sozialarbeiter betreut. Ein Hausmeister sei vor Ort. Zudem gebe es eine zusätzliche Betreuung der Obdachlosen durch den Verein Werkheim. Er unterstütze die Menschen, wieder in einer eigenen Wohnung zu leben.

Noch kann die Stadt den Zustrom an Flüchtlingen ganz gut bewältigen. Es werden ihr immer wieder leerstehende Wohnungen angeboten. Gerade sind es wieder 17 Wohnungen. „Es gibt darüberhinaus Gespräche mit Wohnungsbauunternehmen. Und wir prüfen Standorte für mobile Wohneinheiten“, sagt Martina Krapp. Die Stadt wolle sich wappnen für den Fall, dass die Plätze in den zwei städtischen Unterkünften an der Lange-Feld-Straße und an der Almhorster Straße, wo nur Familien hinkommen, belegt sind und ihr keine Wohnungen mehr zur Verfügung stehen.

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