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Nachrichten Gegner des Leinebogens erhalten Rückhalt aus der Politik
Umland Seelze Nachrichten Gegner des Leinebogens erhalten Rückhalt aus der Politik
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19:22 24.11.2012
Von Albrecht Scheuermann
Zwischen Seelze und Garbsen wird der Mittellandkanal über die Leine geführt. Dieser Bereich ist in der Planung für den Leinesee enthalten. Quelle: Thomas
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Seelze

„Mit der CDU wird es in der Region Hannover keinen Leinebogen geben“, sagt Philipp Plath, der umweltpolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, der auch Ratsherr in Seelze ist. Plath fordert ein Umdenken in der Diskussion um die Naherholungsflächen in der Leineaue. In einem Antrag, der von den politischen Gremien der Region noch beraten werden muss, verlangen die Christdemokraten den Erhalt der Naherholungsflächen „in ihrer bestehenden Form“. Denn große Teile der Flächen, die in eine Seenlandschaft umgewandelt werden sollen, seien Natur- und Landschaftsschutzgebiet, betont Plath. Diese wären unwiderruflich verloren, sollte der Leinebogen verwirklicht werden. Außerdem soll auf Kosten der Region ein Konzept zur Verbesserung dieser Flächen erarbeitet werden.

Unterdessen verzeichnet die Bürgerbewegung pro Leineaue erste Rückmeldungen von Kommunalpolitikern aus Seelze und Garbsen, die ihre ablehnende Haltung gegen den Leinebogen teilen. So erklärt unter anderen der zweite stellvertretende Bürgermeister Heinrich Oelfke (CDU/FDP-Gruppe), dass er die Leineaue nicht missen oder gegen eine Seenlandschaft eintauschen will. Er könne keine Gründe erkennen, die für das Projekt sprechen.

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Der SPD-Ratsherr und Landtagsabgeordnete Heinrich Aller betont, dass er sich schon früh gegen eine Inanspruchnahme der hochsensiblen Flächen für den Leinebogen ausgesprochen habe. Das Projekt widerspreche den Grundsätzen verantwortlichen Umgangs mit wertvoller Landschaft, zahlreichen Grundregeln nachhaltiger Wasserwirtschaft und des Hochwasserschutzes, und sei ohne den erheblichen Einsatz öffentlichen Geldes nicht zu verwirklichen. Auch Letters CDU-Vorsitzender Jens Willms lehnt den Leinebogen ab.

„Bitte nehmen Sie und Ihre BI zur Kenntnis, dass die CDU-Fraktion in Garbsen das Ansinnen, in der Leineaue eine Seenlandschaft zu errichten, voll und ganz ablehnt“, schreibt der Vorsitzende Heinrich Dannenbrink an Christian Ulf Petzold von der Bürgerinitiative. Auch Hans-Peter Wendorff von den Garbsener Grünen kündigt an, sich gegen das Projekt stellen zu wollen. Die Leineaue dürfe nicht gefährdet werden.

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