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19:20 14.07.2015
Von Sandra Remmer
Constanze, Isabell (beide 17), Ghazwan (19), Charlotte, Szymon und Pascal (alle 17, von links) zeigen ihre selbst gestalteten Plakate.
Constanze, Isabell (beide 17), Ghazwan (19), Charlotte, Szymon und Pascal (alle 17, von links) zeigen ihre selbst gestalteten Plakate.  Quelle: Remmer
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Am Sonntag, 19. Juli, um 11 Uhr ist es soweit. Erstmalig werden dann Schüler die Gemeindemitglieder in St. Michael empfangen und durch die Andacht leiten. In Anlehnung an das fünfte Kapitel des Galaterbriefs haben sie einen Gottesdienst vorbereitet, der verspricht, alles andere als langweilig zu werden. Am Eingang bekommen die Besucher einen kleinen, blauen Zettel, auf den sie Dinge, die sie belasten, aufschreiben können. „So wie Paulus es in einem Brief geschrieben hat, sollen Sorgen, Kummer und Zwänge symbolisch ans Kreuz genagelt werden“, erklärt Kohnen. Auf bunte, runde Zettel, die ebenfalls am Eingang verteilt werden, sollen die Gemeindemitglieder Bitten und Dank aufschreiben, die anschließend auf einen großen, blauen Fisch geklebt werden und dem Symbol für Christus somit ein buntes, schuppiges Aussehen verleihen sollen. Auf selbst gestalteten Plakaten geben die Gymnasiasten weitere Informationen zum Thema. Die Texte, die sie während der Andacht vortragen wollen, haben sie selber geschrieben. Auch die Lieder, die während des gut einstündigen Gottesdienstes gesungen werden, haben die Schüler selbst ausgesucht und sich für „Danke“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ entschieden. Gesangliche Unterstützung bekommen sie von Kreiskantor Harald Röhrig und der Kreiskantorei.

Ein bisschen Aufregung gehört dazu, schließlich ist es das erste Mal, dass die Schüler die Kanzel in St. Michael als Bühne nutzen. „Im Prinzip steht man dann ganz alleine da“, sagt Britta. Und für die 17-Jährige ist St. Michael absolutes Neuland. „Ich bin katholisch“, erzählt die Schülerin. „Ich finde es total spannend, alles aus Sicht der Protestanten zu sehen“, fügt sie hinzu. „Und wir lernen eine ganze Menge über die katholische Kirche“, ergänzt Mitschülerin Alina.

Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle Besucher dazu eingeladen, gemeinsam mit den Schülern und Pastor Andreas Hausfeld bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch zu kommen.

Von Sandra Remmer

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