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Umland Seelze Nachrichten Heiko Ebkes schult Motorbootfahrer
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19:27 01.10.2013
Von Thomas Tschörner
Das Fahrschulboot hat 150 PS und bietet Platz für bis zu acht Personen.
Das Fahrschulboot hat 150 PS und bietet Platz für bis zu acht Personen. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Die im Oktober 2012 in Kraft getretene Neuregelung erlaubt Freizeitkapitänen das Fahren von Motorbooten bis zu einer Leistung von 15 PS, zuvor waren es lediglich fünf PS gewesen. „Das Zertifikat ist freiwillig, und es gibt auch keine Prüfung“, sagt Heiko Ebkes, dessen Unternehmen Hannoversche Personenschifffahrt Betriebs GmbH mit Sitz in Lohnde anerkannte Ausbildungsstätte des Deutschen Motoryachtverbandes ist. Es ginge darum, den Motorboofahrern einfach ein sicheres Gefühl zu geben. Auf dem Ausbildungsplan für das Motorbootzertifkat stehen vor allem Sicherheit an Bord und der richtige Umgang mit dem Boot (siehe Kasten). „Das Zertifikat kann unter Umständen auch wichtig für diejenigen sein, die sich mal ein Boot ausleihen wollen“, sagt Ebkes, der in der Region vor allem als Kapitän des Ausflugsschiffes Wappen von Hannover bekannt ist. Im Unterschied zu dem praxisbetonten Zertifikat sei der Sportbootführerschein erheblich umfangreicher.

Heiko Ebkes bietet in seiner Yachtfahrschule in Lohnde das „Sportbootzertifikat Motor“ an, das für mehr Sicherheit sorgen soll.

Neben einem deutlich größeren Theorieteil, der in der Prüfung bewältigt werden muss, sind auch diverse praktische Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Unter anderem gefordert sind richtiges An- und Ablegen sowie Wenden auf engstem Raum. Außerdem muss auch ein über Bord gegangener Mitfahrer - dargestellt von einer Boje oder einem Rettungsring - wieder ins Boot geholt werden. Für Ebkes kein Teufelswerk. „Wer Autofahren kann, kann auch ein Motorboot beherrschen.“ Während das Sportbootzertifikat für 100 Euro zu haben ist, ist der Motorbootführerschein etwa doppelt so teuer. „Wir haben jetzt einen Online-Kursus entwickelt“, sagt Ebkes. Der Fahrschüler spare sich nicht nur Zeit und Geld für die Wege, der Kursus ist auch deutlich günstiger als die bislang üblichen 500 Euro. Je nachdem, ob der Online-Zugang für einen, drei oder sechs Monate gebucht werde, fielen rund 200 Euro an. Dazu kämen noch Kosten für den Sehtest, das Funkzeugnis und drei bis vier Fahrstunden auf dem Boot zu jeweils 60 Euro.

Sportbootzertifikat Motor

Sicherheit steht im Mittelpunkt der Ausbildung

Nach einer Schätzung des Bundesverkehrsministeriums werden in Deutschland mehr als 370 000 Boote für Freizeitzwecke genutzt, knapp fünf Millionen Menschen sind im Wassersport aktiv. „Betrachtet man die schweren Unfälle im Bereich des Wassersports, so sind diese glücklicherweise nur gering“, erklärt der Deutsche Motoryachtverband. Wesentlich dafür sei neben der ständig besser werdenden Technik auch die deutschlandweit organisierte Ausbildung. Die wachsende Verkehrsdichte auf den Gewässern stelle aber eine wachsende Herausforderung für alle Bootsführer dar. Deshalb hat der Verband das Sportbootzertifikat Motor geschaffen, um auch die Fahrer zu schulen, die gesetzlich auch ohne Führerschein unterwegs sein könnten.