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Umland Seelze Nachrichten SPD und CDU wollen Spendenkonto einrichten
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17:43 01.03.2017
Die Rampe ist fertig: Wann die Arbeiten für den Abfallbetrieb fortgesetzt werden, ist noch unklar.
Die Rampe ist fertig: Wann die Arbeiten für den Abfallbetrieb fortgesetzt werden, ist noch unklar. Quelle: Thomas Tschörner
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Lohnde

Die Ortsratsfraktionsvorsitzenden Ingo Choina (SPD) und Jörg Mahnke (CDU) verweisen auf einen von 150 Lohndern besuchten Informationsabend zu dem geplanten Abfallbetrieb, bei dem der Wunsch nach einer Spendensammlung an den Ortsrat herangetragen worden sei. Mit dem dabei gesammelten Geld soll ein Anwalt bezahlt werden. Westlich der Hafenstraße zwischen Mittellandkanal und Bahntrasse will die Hafen Seelze GmbH einen Betrieb errichten, in dem unter anderem gefährliche und nicht gefährliche Abfälle behandelt, gelagert und umgeschlagen werden sollen. Die Behandlungsleistung für beide Abfallarten beträgt jeweils maximal 80.000 Tonnen im Jahr, die Gesamtkapazität der Anlage 120.000 Tonnen im Jahr. Der Betrieb will unter anderem mit Sand, Kies, Mutterboden, Splitt, Natursteinen, natürlichen Mineralgemischen. Lava-Gestein, Schotter, Recyclingbaustoffen, Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaushub arbeiten.

"Das Genehmigungsverfahren ist zu komplex und mit juristischen Feinheiten besetzt, dass hier nach dem Einwendungsverfahren aus Sicht der Lohnder Bürger nunmehr eine fachliche fundierte juristische Beratung durchaus zwingend geboten ist", berichten Mahnke und Choina vom Eindruck, den viele Bürger hätten. Die Lohnder hätten auch große Bereitschaft signalisiert, dafür zu spenden. Bedingung sei aber, dass die Spenden und deren Verwendung über ein vom Ortsrat verwaltetes und kontrolliertes Konto liefen.

Die Lohnder erhoffen sich eine Stellungnahme der Verwaltung zur nächsten Sitzung des Ortsrates am Dienstag, 7. März. "Sollte sich die Verwaltung wider Erwarten gegenüber dem Wunsch der Bürger ablehnend äußern, so bitten wir dies schriftlich unter Bezugnahme auf die entsprechenden gesetzlichen Regelungen gegenüber den Antragsstellern vorzunehmen", fordern Mahnke und Choina.

Während und nach der Informationsveranstaltung seien etwa 250 Einwendungsschreiben gegen den geplanten Betrieb verteilt worden, berichtet Mahnke. Davon seien fast 100 Exemplare unterschrieben bei der Bürgerinitiative (BI) Lohnde und der CDU Lohnde abgegeben worden. Dazu kämen mehr als 160 Unterschriften als Anlage zum Einwendungsschreiben der BI.

Von Thomas Tschörner