Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Honeywell-Mitarbeiter wollen mehr Geld
Umland Seelze Nachrichten Honeywell-Mitarbeiter wollen mehr Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:24 04.03.2015
Von Thomas Tschörner
Der Betriebsratsvorsitzende Frank Steuernagel (auf der Leiter) informiert die protestierenden Honeywell-Mitarbeiter über den Stand bei den Tarifverhandlungen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Moritz Hautmann, der als Sekretär der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) auch für Honeywell zuständig ist, spricht von einer Blockadehaltung der Arbeitgeber. Die Firmen wollten eine Nullrunde durchdrücken, teilweise drohte sogar Reallohnverlust von 0,7 Prozent. Bundesweit habe die Gewerkschaft deshalb zu Aktionen vor den Toren aufgerufen. „Das ist noch kein Warnstreik, sondern ein Signal an die Geschäftsführung“, betonte Hautmann. Der Gewerkschafter zeigte sich vom Verhalten der Arbeitgeberseite enttäuscht: Jahrzehntelang habe es zwischen den Tarifparteien im Chemiebereich partnerschaftliche Abschlüsse gegeben, die ohne lange Diskussionen über die Bühne gegangen seien. Für die regulären Mitarbeiter fordere die IG BCE eine Lohnsteigerung von 4,8 Prozent, für die außertariflichen Kräfte von 2,5 Prozent. Die angebotene Nullrunde oder die negative Tariferhöhung sei eine Unverfrorenheit. Die Versammlung vor dem Tor sei ein deutliches Signal. „Wir können auch anders“, sagte Hautmann.

Honeywells Betriebsratsvorsitzender Frank Steuernagel verwies darauf, dass der Seelzer Standort des US-amerikanischen Konzerns im vergangenen Jahr sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr habe steigern können. Dennoch habe das Unternehmen eine zugesagte Lohnsteigerung für die nichttariflichen Kräfte ausgesetzt, und wolle sogar 20 Arbeitsplätze abbauen, wenn auch sozialverträglich mit Abfindungen. „Wir können eine Menge ab, aber irgendwann ist es auch gut“, sagte Steuernagel.

Das Chemieunternehmen reagierte gelassen auf die Protestaktion. „Honeywell respektiert das Recht der IG BCE, ihre Mitglieder über die laufenden Verhandlungen zu informieren“, sagte Firmensprecherin Sabine Knaak. Weltweit verfolge das Unternehmen einen kooperativen Ansatz in der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Betriebsräten, um das Unternehmen damit erfolgreich zu machen. Honeywell pflege einen kontinuierlichen, offenen Dialog mit der IG BCE, sagte Knaak.

Hautmann zeigte sich mit der Resonanz zufrieden, fast 200 Mitarbeiter seien vor das Tor gekommen. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, schätzte etwas zurückhaltender und nannte rund 120 Teilnehmer. Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht, die Beschäftigten blieben im Eingangsbereich des Unternehmens und ließen den Fuß- und Radweg frei.

Zentimeterhoch liegt der Taubenkot auf den Fenstersimsen der Turnhalle der Brüder-Grimm-Schule. Trotz angebrachter Abwehrmaßnahmen nutzen zahlreiche der graugrünen Vögel die Unterseite des Turnhallendachs als Nistplatz.

Sandra Remmer 03.03.2015

Nach Lohnde und Gümmer hat sich nun auch in den südlichen Ortsteilen Widerstand gegen die geplante Südlink-Stromtrasse formiert. Etwa 100 interessierte Bürger haben am ersten Informationsabend im Dorfgemeinschaftshaus in Lathwehren teilgenommen.

Sandra Remmer 03.03.2015

Berührungsängste abbauen und selbst Rollstuhlbasketball ausprobieren – das konnten Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums am Montag beim Projekt „Von Behindertensportlern lernen!“ in Letter.

Treeske Hönemann 02.03.2015