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Nachrichten Protest gegen Südlink wächst
Umland Seelze Nachrichten Protest gegen Südlink wächst
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20:41 22.02.2015
Von Thomas Tschörner
Schon länger machen die roten Kreuze im Süden der Stadt auf den Protest gegen Südlink aufmerksam.
Schon länger machen die roten Kreuze im Süden der Stadt auf den Protest gegen Südlink aufmerksam. Quelle: Vitas (Archiv)
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Lathwehren

Unter der Bezeichnung ALT_91 hatten die Pläne des Netzbetreibers Tennet auch eine Alternativtrasse zwischen Lohnde und Gümmer vorgesehen. Inzwischen hat die Bundesnetzagentur das Unternehmen jedoch zu einer Überarbeitung der Pläne aufgefordert, deren Ergebnis noch nicht feststeht.

Gegen die durch Seelze verlaufende Trasse will der Rat der Stadt in seiner Sitzung Ende des Monats eine Resolution verabschieden. Zudem war in Lohnde und Gümmer eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen worden, nachdem sich in der Nachbarstadt Garbsen der Protest deutlich früher formiert hatte.

Jetzt ziehen auch Seelzes südliche Stadtteile nach, die von der Trasse ALT_91 ebenfalls betroffen wären. Der erste Informationsabend beginnt morgen um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Lathwehren. „Wir wollen für das Thema sensibilisieren, einen kurzen Überblick zum aktuellen Stand des Verfahrens geben, die Teilnehmer um die Benennung von Raumwiderständen bitten und gegebenenfalls Bürgerengagement gemeinsam mit der Bürgerinitiative Gümmer/Lohnde bündeln“, sagt Almhorsts Ortsbürgermeisterin Petra Cordes, die den Abend gemeinsam mit Christian von Alten, Henner Bremer, Alexandra Grefe, Frank Korte, Henning Narten und Dorothea Plitzke organisiert.

Neben einem massiven Eingriff in die Natur- und Naherholungsräume rügen die Kritiker, dass ihnen die Trasse keinen direkten Nutzen bringt. Denn es handele sich nur um eine Transitleitung. Für diese werde die Landschaft zerschnitten und nachhaltig verschandelt. Dies bedeute auch Wertverluste für Immobilien, die - angelehnt an Erfahrungen mit Standorten von Windrädern - bis zu 20 Prozent ausmachen könnten.