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Umland Seelze Nachrichten Rat beschließt Resolution gegen Südlink
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00:15 30.11.2016
Entlang der Osnabrücker Landstraße haben Seelzer mit roten Kreuzen auf den Südlink aufmerksam gemacht.p Quelle: Mark Vitas (Archiv)
Seelze

SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff erinnerte an eine erste Resolution, in der es noch darum gegangen sei, eine oberirdische Stromleitung zu verhindern. "Das war eine klare Ansage des Rates der Stadt und anderer Institutionen." Jetzt gebe es eine unterirdische Variante, doch diese könne für Seelze ebenfalls keine Lösung sein. Denn die Stadt sei bereits stark belastet, etwa durch Eisenbahn und Straßenverkehr. "Wir Seelzer haben einen sehr wachen Blick, welche Schutzgebiete wir haben", sagte Masthoff.

Dies unterstrich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Bahnlinie und Kanal teilten die Stadt schon jetzt in zwei Teile. Weitere Belastungen werde der im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Ausbau der Bahntrasse bringen. "Wir wollen deshalb nicht auch noch eine weitere Teile durch die Stromtrasse."

Gegen den Südlink hatten sich in den vergangenen Monaten viele Seelzer ausgesprochen. Die Bürgerinitiative Gümmer-Lohnde hatte vor einigen Tagen eine einfache Rechnung aufgemacht: Im Osten der Region wären etwa 4000 Menschen von den Baumaßnahmen betroffen, auf der westlichen Seiten seien es um die 19 000. Deshalb favorisiert die BI, die Stromtrasse Südlink zwischen Burgdorf und Uetze zu verlegen, wie es eine Variante des Netzbetreibers Tennet vorsieht. Kritisch sieht auch Gümmers Ortsbürgermeister Christian Schomburg eine Trasse im Westen. Schomburg ist Landwirt und sieht seinen Berufsstand besonders betroffen, weil die Erdkabel in weiten Teilen unter Äckern verlegt werden sollen. Die Angst davor, dass auf den Flächen anschließend nichts mehr wächst, werde durch in Aussicht gestellte Ausgleichszahlungen nicht gemildert.

Zuletzt hatte sich Bürgermeister Detlef Schallhorn im Ortsrat Lohnde vorsichtig optimistisch gezeigt, dass die Stromtrasse nicht durch Seelzer Gebiet verlaufen werde. Denn im Osten der Region gebe es deutlich weniger "Raumwiderstände" wie Wohngebiete und geschützte Flächen, die in die Waagschale geworfen werden könnten.

Von Thomas Tschörner

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