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Umland Seelze Nachrichten Stadt zahlt für Flüchtlinge eine Million Euro
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00:16 05.03.2017
Die sogenannten Mobilhomes in Letter werden nicht benötigt, die Stadt hat die Mietverträge gekündigt. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Die CDU-Fraktion hatte die Kosten für diverse der Stadt Seelze übertragenen Aufgaben in Erfahrung bringen wollen, unter anderem auch die Ausgaben für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. "Die Antworten der Verwaltung müssen noch ausgewertet werden", sagte Petra Cordes, die auch Regionsabgeordnete ist. Es zeige sich aber schon jetzt, dass viele Kosten bei der Stadt hängen blieben. Möglicherweise müsse Seelze mehr Unterstützung einfordern und eventuell ein bisschen lauter werden, sagte Cordes.

Nach Auskunft der Verwaltung fallen für die Flüchtlingssozialarbeit rund 360.000 Euro für Personalkosten an. Die Region Hannover erstattet davon nur etwa 290.000 Euro. Da die Stadt Seelze im Sinne der Integration auf dezentrale Unterbringung gesetzt habe, sei der Aufwand für die Wohnungsverwaltung enorm. Zusätzlich steige der Verwaltungsaufwand für die Asylsachbearbeitung. Für diese beiden Bereiche fielen Personalkosten von rund 200.000 Euro an, von die Region als Teil der Landeserstattung circa 110.000 Euro an die Stadt weiterleite. 

Durch die verstärkte Zuwanderung entstünden für die Obentrautstadt auch Aufwendungen für Schulen und Kindertagesstätten. Dafür hat die Kommune Kosten in Höhe von 641.000 Euro geplant, für die es keine Erstattung gibt. "Das sind Planzahlen", betont Steffen Klingenberg, Leiter der Abteilung Finanzmanagement. Denn noch lasse sich nicht zuverlässig sagen, wie viele Kinder von Flüchtlingen in Tagesstätten und Schulen aufgenommen werden müssen.

Über die neue Benutzungs- und Gebührensatzung könne die Stadt neben den Miet- und Nebenkosten, die zu 100 Prozent erstattet werden, auch Kosten für Hausmeister und Wohnungsverwaltung in Höhe von 1,28 Euro pro Quadratmeter mit der Region beziehungsweise dem Jobcenter abrechnen. Weil aber nicht alle Ausgaben abrechnungsfähig seien, verblieben bei der Kommune Aufwendungen von rund 200.000 Euro.

Insgesamt hat sich die Herausforderung, für die  Zuwanderer eine Unterkunft zu finden, für die Stadt aber entspannt. Bürgermeister Detlef Schallhorn sagte in der Einwohnerfragestunde des Rates, dass die sogenannten Mobilhomes auf dem Gelände an der Feuerwache Letter planmäßig gekündigt worden seien. Deshalb sei auch der Zaun bereits entfernt worden. Aktuell leben in Seelze 520 Flüchtlinge, sagte Stadtsprecher Carsten Fricke. Eine Zeitlang seien es 600 gewesen. Der Rückgang sei auf freiwillige Ausreisen von aus den Westbalkan-Staaten stammenden Menschen zurückzuführen.

Von Thomas Tschörner

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