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Umland Seelze Nachrichten FDP-Kandidaten rechnen sich gute Chancen aus
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17:31 08.08.2016
Vivien Wilhelm und Harald Temmler wollen für die FDP in den Rat. Ulrich Marx, der dritte Bewerber der Partei, fehlt auf dem Bild.
Vivien Wilhelm und Harald Temmler wollen für die FDP in den Rat. Ulrich Marx, der dritte Bewerber der Partei, fehlt auf dem Bild. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren habe die FDP ihren Sitz im Rat halten können, sagte Temmler. "Jetzt wollen wir besser werden." Derzeit seien die Liberalen in einer komfortablen Situation - in einer Opposition, wo sie nirgendwo störten. Temmler, der bereits für die FDP im Rat vertreten ist, rechnet damit, dass außerkommunale Themen wahlentscheidend sein werden. Vor allem für SPD und CDU gebe es Gegenwind und Konkurrenten. Die FDP sei dagegen die einzige liberal-freiheitliche Partei. "Wir haben keine konkurrierende Partei", ist Temmler überzeugt.

In Seelze will die FDP in den nächsten fünf Jahren darauf achten, dass nur Geld ausgegeben wird, das in der Stadtkasse auch vorhanden ist. Außerdem wollen die Liberalen daran mitarbeiten, Voraussetzungen für Wohnungsbau in der Obentrautstadt zu schaffen. Temmler ist empört, dass die anderen Fraktionen im Rat von bezahlbarem Wohnraum sprechen und gleichzeitig mit der Erhöhung der Grundsteuer für eine Verteuerung der Mieten gesorgt hätten. Eine weitere Erhöhung der Grundsteuer lehne die Partei ab.

Die FDP will die Schuleinzugsbereiche abschaffen: Eltern sollten die Grundschule ihrer Kinder frei wählen können. Wie die anderen Parteien auch, wollen die Liberalen das Schwimmbad Die Qualle in Letter erhalten. Für die Sanierung von Straßen, Fuß- und Radwegen soll es verbindliche Prioritäten geben. Zudem plädiert die FDP für die Ausweisung eines Friedwaldes, der auf einem der größeren stadteigenen Friedhöfe entstehen könnte. Die Feuerwehren in den Ortsteilen sollen erhalten bleiben. Um die Stadtverwaltung leistungsfähiger zu machen, soll die "derzeit niedrige Personaldecke" aufgestockt werden. Damit Kinder keine außergewöhnliche finanzielle Belastung für die Eltern werden, sollen die Beiträge für die Kinderbetreuung gesenkt werden.

Die 25-jährige Vivien Wilhelm hat sich zudem zum Ziel gesetzt, Kommunalpolitik der jüngeren Generation näher zu bringen.

Von Thomas Tschörner