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Umland Seelze Nachrichten Selbstverteidigungsexperte gibt Tipps zur Gefahrenvermeidung
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13:59 14.05.2013
Von Thomas Tschörner
Wing-Tsun-Trainer Jörg Aschemann (Mitte) erklärt Melanie Gödecke, wie sie sich aus dem Griff von Turgay Yasanel befreien kann. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Das eigene mulmige Gefühl ernst nehmen - das rät Jörg Aschemann, der in Seelze, Berenbostel und Neustadt in eigenen Schulen TA Wing Tsun zur Selbstverteidigung unterrichtet. „Das ist ein Urinstinkt, der uns hilft, Situationen richtig einzuschätzen.“ Doch häufig werde genau diese Wahrnehmung mit dem Verstand wegrationalisiert. Der Betroffene sage sich: „Ich habe das Recht, mich hier aufzuhalten. Ich bin nicht feige.“ Aschemann rät ganz klar, auf seine innere Stimme zu hören: „Wenn die Stimmung komisch ist, etwa weil zu viele Betrunkene anwesend sind, sollte man einfach gehen.“ Es sei auch keine Schande, die Straßenseite zu wechseln, wenn in der Ferne verdächtige Gestalten wahrgenommen werden. Generell gelte, besser in einer Gruppe unterwegs zu sein und allein im Zweifelsfall einen längeren Weg zu nehmen: die beleuchtete Straßenseite, bei Kurven die Außenseite.

Bei Begegnungen käme es zudem auf die Körpersprache an. Aschemann empfiehlt, selbstbewusst, aber nicht provozierend aufzutreten. Direkter Blickkontakt sollte vermieden werden. „Jugendlichen rate ich oft, sich eine Situation vorzustellen, in der sie sich richtig gut gefühlt haben - das verbessert die Ausstrahlung.“ Lasse sich ein Gespräch nicht vermeiden, etwa beim schon beinahe sprichwörtlichen „Was guckst Du?“, sollte dem möglichen Angreifer nicht widersprochen werden. Statt alles abzustreiten, sollte lieber gesagt werden: „Entschuldigung, ich habe Sie verwechselt“. Kurze, klare Sätze seien das Gebot der Stunde, auf keinen Fall dürfe man als intellektuellen Besserwisser den möglichen Angreifer reizen.

Frauen hätten insbesondere Angst vor Grapschern und ungewollter Nähe, ergänzt Melanie Gödecke. „Aus Angst lassen viele es auch zu“, sagt sie. Es sei aber wichtig, auch Grenzen zu ziehen, erklärt Aschemann. Denn der Angreifer höre nicht einfach auf. Das vermeintliche Opfer müsse unangenehm werden. Wer sich nicht zutraue, selbst körperlich aktiv zu werden, sollte andere Menschen einbinden - mit ganz konkreter Ansprache.

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