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Seelze Seelzer sammeln Ideen für eine schönere Innenstadt
Umland Seelze

Seelze: 30 Seelzer tauschen Ideen zur Verschönerung des Zentrums aus

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18:00 23.08.2019
Mehr Radwege? Eine bessere Gastronomie? Weniger Durchgangsverkehr? Die Workshopteilnehmer tauschen ihre Ideen für die Hannoversche Straße aus. Quelle: Linda Tonn
Seelze

„Jede Idee ist erlaubt“, sagt Sebastian Knebel von der Abteilung Stadt- und Grünplanung im Rathaus. Sofort senken sich die Köpfe, und es werden Ideen, Wünsche und Visionen für das Seelzer Zentrum notiert. Für Donnerstag hatte die Stadtverwaltung zur zweiten Beteiligungsrunde für die Umgestaltung der Innenstadt geladen. Landschaftsarchitektin Käthe Protze führt durch den Abend im Rathausfoyer, bei dem die rund 30 Teilnehmer über Themen wie Radwege, Sicherheit, Gastronomie, Leerstände und Parkplätze diskutierten.

Innenstadt zukunftsfähig machen“

Bereits bei der Auftaktveranstaltung im Mai hatten sich Anwohner, Politiker und Mitglieder der Stadtverwaltung getroffen, um bei einem Spaziergang durch die Hannoversche Straße, entlang an Rathausplatz, Alter Krug, Bremer Straße und der Straße Am Kreuzweg über Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen.„Wir wollen die Innenstadt zukunftsfähig machen“, so Bürgermeister Detlef Schallhorn. „Und da sind Ihre Ideen und praktische Erfahrungen gefragt.“ Nach einem sehr allgemein gehaltenen ersten Treffen soll an diesem Abend in kleinen Workshop-Gruppen zu den konkreten Bereichen im Seelzer Zentrum gearbeitet werden. Dafür teilen sich die Teilnehmer den verschiedenen Straßen und Orten – Hannoversche Straße, Rathausplatz, Alter Krug, Am Kreuzweg und Bremer Straße – zu.

Durchgangsverkehr eindämmen

„Mehr Platz für Radwege“, „weniger Parkplätze“, „Leerstände beseitigen“, „Ansiedlung von kreativen Jungunternehmern“ ist wenig später auf den neonfarbenen Post-it-Zetteln zu lesen, die Knebel der Arbeitsgruppe zur Hannoverschen Straße verteilt hat. Angeregt diskutieren die Teilnehmer. „Man muss die Fahrspur auf jeden Fall enger machen“, sagt Karl-Heinz Giese vom ADFC Seelze. Nur so könne man den lauten und gefährlichen Durchgangsverkehr eindämmen. Giese hat eine genaue Vorstellung davon, wie die Straße aussehen könnte. Auf sein weißes Papier malt er eine geschlängelte Linie.

Einen Schritt weitergehen will Evelyn Werner: „Ich träume schon so lange von einer Fußgängerzone.“ Geht es nach ihr, würde der ganze Bereich zwischen Rathausplatz, dem Platz vor der Sparkasse und dem Alten Krug zu einer großen öffentlichen Fläche umgestaltet. „Und im Zentrum gibt es dann einen schönen Wochenmarkt.“ Auch gegen die Leerstände und fehlende Einkaufsangebote wollen die Teilnehmer vorgehen: „Wir brauchen kreative Jungunternehmer im Zentrum“, sagt einer. Sie würden die Innenstadt auch für jüngere Menschen attraktiver machen und den Bereich der Hannoverschen Straße beleben.

Resonanz ist gut

„Die Resonanz auf die Bürgerbeteiligung ist sehr gut“, bilanziert Luisa Terres von der Stadt Seelze. Sie begleitet den Prozess von Beginn an. Die Ideen würden zusammengetragen und weiterentwickelt. „Auch im Rathaus arbeiten mehrere Abteilungen an dem Konzept zur Umgestaltung der Innenstadt“, so Terres. Es ginge nicht nur um die Verkehrssituation, sondern auch um Gastronomie, Grünflächen und Gewerbe. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Rathaus präsentiert werden – davor lädt die Stadtverwaltung für Oktober noch zum Stadtexperiment.

So geht die Bürgerbeteiligung zum Stadtzentrum weiter

Der Workshop am Donnerstagabend im Rathausfoyer war die zweite Beteiligungsrunde zur Aufwertung des Stadtzentrums. Bei einem ersten Treffen im Mai hatten etwa 50 Teilnehmer ihre Ideen und Wünsche vorgebracht und bei einem Stadtspaziergang konkrete Anregungen und Vorschläge geäußert. In den vier Arbeitsgruppen mit den Titeln „Ruhender Verkehr und Fahrradverkehr“, „Nahversorgung, Gastronomie und Gebäudenutzung“, „Fließender Verkehr“ und „Aufenthaltsqualität“ tauschten die Teilnehmer anschließend ihre Gedanken aus.

Während beim zweiten Workshop die Themen theoretisch vertieft wurden, geht es bei der nächsten Veranstaltung in die Praxis. Beim dritten Termin in der dritten Oktober-Woche soll in einem sogenannten Straßenexperiment in der Straße Am Kreuzweg getestet werden, was passiert, wenn bestimmte Bereiche gesperrt oder Flächen den Verkehrsteilnehmern anders zur Verfügung gestellt werden. Die Beteiligungsreihe schließt Ende des Jahres mit einer Präsentation im Rathaus. ton

Rund 30 Teilnehmer haben beim zweiten Workshop für die Aufwertung des Seelzer Zentrums ihre Ideen und Wünsche ausgetauscht. Es ging um Verkehrsberuhigung, Gastronomie und Radwege.

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Von Linda Tonn

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