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Seelze 26 Feuerwehrleute üben einen Kellerbrand
Umland Seelze

Seelze: Bei Übung in Velber sind 26 Feuerwehrleute im Einsatz

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00:17 12.05.2019
Vier Einsatzfahrzeuge waren vor Ort.
Vier Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Quelle: Heike Baake
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Velber

Am Mittwochabend um 19.15 Uhr sorgte ein Brand im Keller eines Einfamilienhauses in der Straße im Brande für einen Alarm bei den Ortsfeuerwehren in Velber und Harenberg. Insgesamt waren vier Fahrzeuge und 26 Feuerwehrleute im Einsatz. Dass es sich um eine Übung handelte, wussten die Freiwilligen zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ein Kellerbrand in Velber hat am Mittwochabend für den Einsatz von 26 Feuerwehrkräften mit vier Fahrzeugen gesorgt. Zwei Personen wurden bei dieser Übung aus dem Haus gerettet.

Nur wenige Minuten nach dem Alarm trafen die ersten Fahrzeuge vor Ort ein. „Sie parken nicht direkt vor dem Haus und lassen Platz für nachrückende Fahrzeuge“, erklärte Jens Köhler, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Seelze. Das sei enorm wichtig, falls noch ein Fahrzeug mit Drehleiter oder auch der Notarzt angefordert werden müsse, ergänzte er.

Mit der Information „Brand im Kellergeschoss und Personen im Objekt“ trafen die Feuerwehrkräfte am Einsatzort ein. Unter ihnen auch Sven Jäger, der bereits im Alter von zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eintrat. Nach mittlerweile zwölf Jahren Ausbildung gehört er dem Atemschutztrupp an und war einer der ersten, der im Angriffstrupp das Haus betrat. „Es ist immer ein Mix aus Adrenalin und Konzentration und man versucht, die Abläufe umzusetzen, die man gelernt hat“, sagte Jäger. Die Atemschutzüberwachung hielt zu ihm und seinen Kollegen über Funk engen Kontakt. „Die Überwachung ist wichtig, falls es einen Atemschutzunfall gibt und der Rettungstrupp eingesetzt werden muss“, erklärte der Stadt-Feuerwehrsprecher.

Bereits um 19.23 Uhr wurde die erste Person über einen Balkon gerettet und von Feuerwehrkräften auf einer Trage betreut und versorgt. Auch die zweite Person, in Form eines Dummys, konnte zügig aus dem qualmenden Kellergeschoss heraus geholt werden. „Die Rettung von Personen muss schnell erfolgen, denn die bei einem Brand entstehenden Gase sind lebensgefährlich“, warnte Köhler. Die Übung, die sorgfältig vorbereitet wurde, sollte dem Zusammenspiel der beiden Ortsfeuerwehren dienen. Ohne Rauch-Erzeuger und mit einem echten Feuer konnte eine realistische Situation dargestellt werden. Der Eigentümer des leer stehenden Hauses hatte der Feuerwehr das Gebäude vor seinem Abriss für eine Übung zur Verfügung gestellt. Dass die Wehren aus beiden Orten im Einsatz waren, dafür war die AO – Alarm- und Ausrück-Verordnung verantwortlich. „Dort ist festgehalten, wer bei einem Stichwort zu alarmieren ist. Velber hat festgelegt, dass bei B1 auch Harenberg alarmiert wird“, erklärte Köhler.

Die 26 Feuerwehrleute arbeiteten ruhig und konzentriert. Ausbildungsleiter Frank Wollny, der als stiller Beobachter vor Ort war, zeigte sich zufrieden. „Alles ist ordnungsgemäß und gut verlaufen, die Menschenrettung hat einwandfrei geklappt“, sagte er am Ende der 65-minütigen Übung.

Von Heike Baake