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Seelze Stadt sammelt noch bis Ende Mai Ideen zu Friedhöfen
Umland Seelze Stadt sammelt noch bis Ende Mai Ideen zu Friedhöfen
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00:17 10.04.2019
Die Friedhöfe müssen gepflegt werden: Der Betriebshof hat vor einigen Wochen alle Fliedergehölze auf dem Friedhof in Letter entfernt. Quelle: Sandra Remmer (Archiv)
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Seelze

Noch bis Ende Mai nimmt die Stadt weitere Fragebögen mit Anregungen und Ideen zum neuen Friedhofsentwicklungskonzept entgegen. Mit dem Konzept sollen die acht städtischen Friedhöfe an aktuelle Entwicklungen und geänderte Anforderungen angepasst werden. Dazu zählen unter anderem die veränderte Nachfrage hin zu pflegeleichten oder pflegefreien Grabformen, eine digitale Verwaltung, ein insgesamt sinkender Bedarf an Fläche wegen des Trends zu Urnenbeisetzungen, der wirtschaftliche Betrieb und der Naturschutz.

Als Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung hätten bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche Seelzer in fast allen Stadtteilen ihre Ideen eingebracht, berichtet Stadtsprecher Carsten Fricke. „Wir sind insgesamt sehr erfreut über die rege Beteiligung der Bürger“, zieht Katrin Faesel, Leiterin der Abteilung Stadt-, Grünplanung und Umweltschutz, nach den Informationsabenden Bilanz. In allen Ortsteilen mit städtischen Friedhöfen konnten Interessierte vor allem in Sitzungen der jeweiligen Ortsräte ihre Meinung äußern. Dabei hätten neben Faesel auch die technische Sachbearbeiterin Edit Gaal oder Manuela Gelse vom Team Friedhofsverwaltung sowie Vertreter des für das Konzept beauftragten Fachunternehmes Rede und Antwort gestanden. „Wir hoffen, möglichst viele Ideen und Anregungen der Bürger für die Friedhöfe aufgreifen und umsetzen zu können“, sagte Faesel.

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Nach dem Abschluss der Informationsabende können Seelzer noch bis Ende Mai einen Fragebogen zum Friedhofskonzept ausfüllen und sich zu der künftigen Gestaltung der städtischen Friedhöfe, insbesondere zu angebotenen Bestattungsmöglichkeiten und zur Pflege einbringen. Der Fragebogen kann auf der städtischen Homepage www.seelze.de heruntergeladen werden.

Das zu erarbeitende Konzept wird wohl auch Aussagen darüber machen, ob alle städtischen Friedhöfe erhalten werden sollen. Weil die Friedhöfe nicht kostendeckend sind und die Stadt Geld zuschießen muss, wird seit Jahren immer wieder mal die Schließung einzelner Friedhöfe ins Gespräch gebracht. Bei dem Beschluss des Rates für ein sogenanntes integriertes Friedhofsentwicklungskonzept vor einigen Wochen hatte die CDU-Fraktion deshalb eine Sicherung einbauen wollen. Die Christdemokraten forderten als Prämisse für das rund 120.000 Euro teure Konzept, dass alle Seelzer Friedhöfe zu erhalten seien. Auch Bürgermeister Detlef Schallhorn sprach sich dafür aus, den Bürgern eine Bestandsgarantie für die Friedhöfe zu geben, auch wenn die Stadt besser und wirtschaftlicher arbeiten müsse. Die anderen Fraktionen kritisierten, dass das Gutachten „ergebnisoffen“ sein müsse. Sonst sei es kein Gutachten mehr. Die Entscheidung müsse dann politisch getroffen werden. Der CDU wurde zudem vorgeworfen, in den vergangenen Jahre alle Vorschläge zu den Friedhöfen blockiert zu haben. In einer Kampfabstimmung mit 18 Nein- bei 14 Ja-Stimmen wurde der CDU-Antrag auf die Prämisse für den Erhalt aller Friedhöfe abgelehnt.

Von Thomas Tschörner

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