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Seelze CDU Lohnde will Bürgerhaus und Schule erhalten
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Seelze: CDU Lohnde will Bürgerhaus und Schule erhalten

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19:34 29.01.2020
Werben mit einer Plakataktion für das Bürgerhaus: Carsten Bardischewski (von links), Jörg Mahnke, Jens Eberhardt und der stellvertretende Ortsbürgermeister Manfred Grages. Quelle: privat
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Lohnde

Mit einer gemeinsamen Plakataktion wollen der CDU-Ortsverband Lohnde, CDU-Ortsratsmitglieder und der stellvertretende Ortsbürgermeister Manfred Grages auf die Bedeutung von Grundschule und Bürgerhaus Lohnde aufmerksam machen. Hintergrund ist, dass der Bestand beider Einrichtungen im Rat der Stadt Seelze kritisch diskutiert wird. Denn die Stadt plant den Bau einer neuen Grundschule für die westlichen Stadtteile Dedensen, Gümmer und Lohnde. Alle drei Orte sind mögliche Standorte, geprüft werden insgesamt fünf Varianten.

Erst vor einigen Tagen hatte Ortsbürgermeister Wilfried Nickel auf die Wichtigkeit des Bürgerhauses für Lohndes gesellschaftliches Leben hingewiesen und den vom Rat der Stadt Seelze Ende 2019 beschlossenen Haushaltsansatz von 70.000 Euro für Reparaturen als Schritt in die richtige Richtung gewertet. Nickel hatte sich zudem überzeugt gezeigt, dass eine neue Schule im Westen Lohndes gebaut werden könnte.

Bürgerhaus ist wichtig für Vereine

Unter dem Motto „Ohne Bürgerhaus keine Zukunft für Lohnde. Orts- und Vereinsleben erhalten und stärken!“ wollen die Initiatoren der Plakataktion auf die Wichtigkeit des Bürgerhauses Lohnde hinweisen. „Derzeit haben wir noch ein intaktes Vereinsleben im Ort. Ohne das Bürgerhaus würde eine zentrale Anlauf- und Begegnungsstätte fehlen“, betonen Manfred Grages und Lohndes CDU-Vorsitzender Jörg Mahnke. Bei einer Schließung des Bürgerhauses würden die Verein ihre Trainings- und Versammlungsstätten verlieren und buchstäblich auf der Straße stehen.

Durch eine teilweise Eigenverwaltung des Bürgerhauses durch die Interessengemeinschaft Lohnder Vereine sei die Stadt bereits erheblich entlastet worden, betonen die Kommunalpolitiker. Das Bürgerhaus werde an circa 300 Tagen im Jahr von den Vereinen und Organisation genutzt. „Notwendige Renovierungsarbeiten werden leider nur unzureichend angegangen, und man muss um jede Erhaltungsmaßnahme kämpfen.“

Manfred Grages (von links), Jens Eberhardt, Jörg Mahnke, Carsten Bardischewski machen sich für den Schulstandort Lohnde stark. Quelle: privat

Schulstandort beschäftigt die Lohnder

Die Frage des Schulstandortes sei ein weiteres wichtiges Thema, dass die Lohnder beschäftige. „Rettung für den Schulstandort Lohnde. Schule seit 1700. Kurze Beine. Kurze Wege“ steht auf den Plakaten, die die CDU Lohnde und Grages, der im vergangenen Jahr aus der CDU ausgetreten ist, weil er als Landwirt unzufrieden mit der Landwirtschaftspolitik der Partei war, aufgehängt haben.

Der Ortsrat bekomme kaum Informationen über den aktuellen Stand der Diskussion im Arbeitskreis Schule, so die Kritik. Mit der Plakataktion wollen die Christdemokraten und Grages deutlich machen, dass der Wegfall des über 300 Jahre alten Schulstandortes nicht akzeptabel sei. „Nach der Ortschronik gab es die erste Schule in Lohnde schon im Jahr 1700“, sagte Grages. Leider habe sich die bereits im Mai 2018 von der CDU-Ortsratsfraktion geäußerte Gefahr der mangelnden Transparenz bewahrheitet, meint CDU-Vorsitzender Mahnke. Der Vorschlag, dass sich die betroffenen Ortsräte Lohnde, Gümmer und Dedensen an einen Tisch setzen und einen tragfähigen Kompromiss zur Zukunft der Schulen erarbeiten sollten, wurde damals abgelehnt.

Lohnde soll nicht zum Schlafort werden

Deshalb soll jetzt öffentlichkeitswirksam am Ortseingang und -ausgang sowie beim Edeka-Parkplatz auf die Forderung der Lohnder hingewiesen werden. „Wir müssen unbedingt vermeiden, dass das Bürgerhaus und die Grundschule in Lohnde wegfallen“, betonen Grages und Mahnke. Denn ansonsten wäre Lohnde nur noch ein Schlafort.

Grages und Mahnke verweisen auf die unmittelbare Nachbarschaft: In Harenberg und Seelze-Süd will die Stadt neue Grundschulen bauen, wobei in Harenberg die vorhandene, zu klein gewordene Schule ersetzt wird. Dies könne auch für Lohnde und Dedensen eine Alternative sein, werben Mahnke und Grages für den Erhalt der beiden Schulstandorte.

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