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Seelze Cordes weist auf Möglichkeit zur Reduzierung der Müllmenge hin
Umland Seelze

Seelze: Cordes weist auf Möglichkeit zur Reduzierung der Müllmenge hin

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15:53 15.01.2020
Petra Cordes weist auf neue Regelungen bei der Müllabfuhr hin. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Die CDU-Regionsabgeordnete Petra Cordes, die auch Almhorsts Ortsbürgermeisterin ist, weist darauf hin, dass die Mindestmüllmenge von bisher zehn Litern pro Person und Woche mit Beginn des Jahres auf fünf Liter reduziert worden ist. Lange sei gesagt worden, dass dies nicht möglich sei. Allerdings müsse der Bürger selbst aktiv werden.

Aha sammelt bei Säcken mehr Gewicht ein als bei Tonnen

Cordes verweist auf die Erhöhung der Müllgebühren, die bei vielen Seelzern für Unmut gesorgt habe. Ein Grund dafür sei, dass die gefüllten Restmüllabfallsäcke schwerer als erwartet seien. Dies läge unter anderem daran, dass die Nutzer der Abfallsäcke ihren Müll verdichteter in die Säcke stopften als die Nutzer von Tonnen. „Vielleicht noch ein Relikt aus alter Zeit, wo die Säcke käuflich erworben werden mussten und der eigentliche Verbrauch den Preis bestimmte.“

Viele Nutzer haben Müllsäcke übrig

Auf der anderen Seite gebe es aber auch viele Nutzer von Restabfallsäcken, die am Jahresende Säcke übrig hätten. „Diese wurden auf Tauschbörsen für soziale und karitative Zwecke angeboten, oder man ärgerte sich einfach nur.“ Ein Grund dafür sei das Mindestmüllvolumen, das pro Person mit zehn Litern berechnet worden war. Nun sei eine Forderung der CDU umgesetzt worden. Bis Februar könnten Kunden der Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) ihr Mindestmüllvolumen verringern. Sie rate deshalb dazu, die zugeschickten Gutscheine für die Müllsäcke nicht schon vollständig einzulösen. Eine Reduzierung der Müllmenge werde auch zu einer deutlichen Entlastung bei den Müllgebühren führen, sagte Cordes.

Tonne kann wieder gegen Sack getauscht werden

In allen Gebieten, in denen sich die Sackabfuhr etabliert habe, könne zudem auf Antrag die Tonne wieder gegen den Sack getauscht werden. Dies sei in der alten Satzung von Aha nicht vorgesehen gewesen. „Wenn Tonne, dann für immer“, sagte Cordes zu der alten Regelung. Neu sei ein sogenannter Partysack mit einem Volumen von 40 Litern, mit dem auch größere Mengen Müll entsorgt werden könnten.

Verantwortung für Müll

Müll bedeutet immer auch Verantwortung“, sagte Cordes. Deshalb sollte die Mindestmüllmenge nur reduziert werden, wenn auch tatsächlich weniger Müll anfalle. Der Müll dürfe nicht einfach in die Gegend geworfen werden. Gerade bei den Sauberkeitstagen der Ortsräte werde viel Unrat in der Landschaft entdeckt. Wer ein Baby oder Kleinkind im Haushalt habe, produziere mehr Müll als ein nur aus Berufstätigen bestehender Haushalt. Ohnehin sei Seelze ziemlich schlecht, was die Mülltrennung betreffe, meinte Cordes. Es gebe viele Fehlwürfe in den Säcken des Dualen Systems, den gelben Säcken, das habe sie in diversen Regionsausschüssen, in denen es um die Abfallproblematik, gehört.

Remondis sieht Recycling als Beitrag zum Klimaschutz

Dass Seelzer die gelben Säcke nicht korrekt befüllen, will Remondis-Pressesprecher Michael Schneider nicht bestätigen. Generell könne aber gesagt werden, dass die Fehlbefüllungsquoten wieder angestiegen seien. „Das war früher besser, die Begeisterung für die Mülltrennung war schon mal größer.“ Habe bei der Rückgewinnung von Rohstoffen früher vor allem der Gedanke im Mittelpunkt gestanden, weniger Deponiefläche zu verbrauchen, so sei die Wiederverwertung auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Eine Tonne recycelter Kunststoff spare 1,6 Tonnen Kohlendioxid gegenüber Neukunststoff aus Erdöl ein, wobei der Kohlendioxidausstoß für die Förderung noch nicht eingerechnet sei. Bei Aluminium sei der Anteil der Kohlendioxideinsparung sogar noch höher: Eine Tonne recyceltes Alu spare 40 Tonnen Kohlendioxid gegenüber Neualuminium ein.

Alle Stoffe sollten sorgfältig getrennt werden

Voraussetzung für den Erfolg der Wiederverwertung sei eine möglichst sorgfältige Trennung der Stoffe. Die Plastikfolie sollte von der härteren Plastikschale einer Käsepackung ganz abgerissen werden. Gleiches gelte für den Aludeckel von Joghurtbechern. „Man sollte sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. Der Satz ,Die verbrennen sowieso alles‘ stimmt nicht“, sagt Schneider. Zwar gebe es Verpackungen, die sich nicht recyceln lassen, der weitaus größte Teil werde aber verwertet.

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Von Thomas Tschörner

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