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Seelze Skulpturen beeindrucken in Dedensen zwischen Raps und Rüben
Umland Seelze

Seelze: Dedenser Künstler setzt Skulpturen als Landmarken ein

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14:04 13.08.2019
Skulptur „Ruth“ tanzt über das Rübenfeld. Quelle: Heike Baake
Dedensen

Bildhauer Johannes Helmut May hat für drei seiner Skulpturen eine besondere Ausstellungsfläche gewählt und sie auf landwirtschaftlichen Flächen positioniert. „Der Wächter“, „Die Wächterin“ und „Ruth“ sollen als Landmarken von Weitem sichtbar sein und Interesse bei Autofahrern und Spaziergängern wecken. „Ich möchte den Menschen meine Kunst näherbringen, aber sie nicht nur in meinem eigenen Garten ausstellen“, erklärt May sein neues Projekt. Mit dieser Idee möchte er möglichst viele Personen zum Betrachten und zum Nachdenken anregen.

Die Wächterin beobachtet die Arbeiten des Landwirtes. Quelle: Heike Baake

Auch Landwirt ist begeistert

May, der am Ortsausgang wohnt, hat für seine Skulpturen Flächen in unmittelbarer Nähe seines Hauses gesucht. Direkt gegenüber seinem Grundstück steht nun „Die Wächterin“, eine Skulptur aus einem Birkenstamm. „Sie bewacht den Acker, ob er auch gut bearbeitet wird“, sagt May. Die Figur kann zufrieden sein, denn das Feld auf dem sie steht, ist gerade frisch gemäht und bescherte dem Landwirt Heiko Corterier eine gute Gerste-Ernte. Dafür musste Ruth allerdings für kurze Zeit das Feld räumen und wurde nach dem Grubbern wieder aufgestellt. „Die Idee, Kunst auf dem Feld zu präsentieren, fand ich sehr gut“, sagt Corterier, der spontan und positiv auf Mays Anfrage reagierte.

Etwas oberhalb der abgeernteten Gerstefläche steht „Ruth“ am Rande eines Rübenfeldes und hebt sich mit dem hellen Ton ihres Birkenstammes vom satten Grün ab. Bei ihrem Anblick schweift das Auge über die Weite des Feldes bis hin zum Wasserwerk. Ruth, so sagt May, tanze auf dem Rübenfeld und solle auch ein bisschen für das Genießen des Lebens stehen. Ihr Name ist aber auch in der Bibel zu finden, und auch dort ist sie mit der Ernte auf den Feldern beschäftigt.

Skulpturen sollen zum Nachdenken anregen

Direkt gegenüber, auf einem abgemähtem Rapsfeld des Landwirtes Friedrich Kokemöller, zieht „Der Wächter“ die Blicke auf sich. Er sei, so erklärt May, ein Sinnbild dafür, dass man aufpassen müsse – nicht nur auf der Ackerfläche, sondern überall im Leben. Dabei denkt er an die politischen Situationen in und außerhalb Europas, aber auch an die Demonstrationen „Fridays for Future. „Diese Arbeit habe ich aus einem alten Fachwerkbalken aus Eichenholz hergestellt“, erzählt der Künstler.

Die abgebauten Skulpturen werden Ende August wieder im Garten aufgestellt. Quelle: Heike Baake

May, der Freie Kunst an der Fachhochschule Hannover studierte, nahm bisher an zahlreichen Ausstellungen teil, auch weit über Seelzes Grenzen hinweg. Darüber hinaus waren seine Arbeiten in Galerien in Rheda-Wiedenbrück, Lembruch, Augsburg und Assen (Niederlande) zu sehen. Auch in Dedensen präsentierte er bei mehreren Veranstaltungen in seinem Garten seine Skulpturen einem großen Publikum. Holz und Stein sind sein bevorzugtes Material, die Form erarbeitet der Künstler aus den vorgegebenen Strukturen. Betrachtet man Mays Arbeiten, lässt sich in den Skulpturen immer wieder Menschliches finden, denn der Künstler will mit ihnen Lebendiges darstellen und verschiedene Lebensformen des Menschen einfangen.

Ausstellung im nächsten Jahr geplant

Die meisten seiner Skulpturen hat May in seinem Garten ausgestellt. Manche mussten allerdings gerade die Rasenfläche räumen, um Platz für ein bevorstehendes Gartenfest zu machen. „Im September ist alles wieder aufgebaut und offen für Publikum“, sagt der Künstler. Im Sommer nächsten Jahres plant er seine nächste Ausstellung auf seinem Dedenser Grundstück. Dazu, so erzählt er, werde er auch wieder andere Künstler einladen. Wer nicht bis dahin warten möchte und vorher schon einmal vorbeischauen möchte, kann sich mit May unter Telefon (05031) 991250 in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren.

Von Heike Baake

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