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Seelze Im Turm wird jetzt an Pastor Behrens erinnert
Umland Seelze

Seelze: Die Kirchengemeinde St. Martin erinnert im Turmraum an Pastor Joachim Behrens

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00:20 23.05.2019
Pastor Ortwin Brand hat die Tafel mit Mitgliedern des Kuratoriums der Kirchengemeinde Reibnitz-Berthelsdorf in Schlesien enthüllt. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Bei einem Festgottesdienst ist am Sonntag eine Bronzetafel zur Erinnerung an Pastor Joachim Behrens im Turmraum der St.-Martins-Kirche feierlich enthüllt worden. Pastor Ortwin Brand leitete den Gottesdienst, an dem auch Mitglieder des Kuratoriums der Kirchengemeinde Reibnitz/Berthelsdorf in Schlesien teilnahmen.

Die Bronzetafel erinnert im Turm an Pastor Joachim Behrens. Quelle: Thomas Tschörner

Behrens hatte sich von 1949 bis 1999 um die Betreuung von schlesischen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen aus dem Riesengebirge gekümmert und jährlich zu großen Heimattreffen seiner ehemaligen Gemeinde Reibnitz und Berthelsdorf aus dem Riesengebirge eingeladen. Die nach Flucht und Vertreibung in ganz Deutschland verstreuten Gemeindeglieder hatte er in mühseliger Kleinarbeit ausfindig gemacht. Das Kuratorium der ehemaligen schlesischen Kirchengemeinde hatte aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an den Geistlichen die schwere Bronzetafel gießen lassen, die zunächst im Gemeindehaus an der Kolbestraße hing. Nach dem Abriss dieses Gebäudes wäre die Tafel fast verloren gegangen und konnte praktisch in letzter Minute vom damaligen Küster Werner Zillmann gerettet werden.

Behrens war bis 1979 Pastor in St. Martin

Behrens war von Januar 1949 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1979 Pastor in St. Martin. Der 1914 in Krotoschin geborene Geistliche war Anfang der Vierzigerjahre zunächst Vikar und ab 1943 Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Reibnitz/Berthelsdorf im Kreis Hirschberg im Riesengebirge. Ende Juni 1988 wurde er mit der Verdienstmedaille zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Behrens starb im Februar 2000 in Seelze.

„Inzwischen gibt es nur noch wenige Angehörige des Kuratoriums“, sagte der Vorsitzende Eberhard Weichert. Es seien nur noch sieben Mitglieder übrig geblieben. Dennoch setze des Kuratorium die Tradition der „Heimatbriefe“ fort, die Pastor Behrens ins Leben gerufen und seit 1946 herausgegeben hatte. Damals allerdings mit bescheidenen Mitteln, häufig sei es nur eine DIN-A4-Seite gewesen. Das Kuratorium habe die Tradition fortgesetzt und ist bei Nummer 86 angelangt, ein fast 80-seitiges Heft mit Farbfotos. Für Pastor Brand gab es seitens des Kuratoriums nicht nur viel Lob für seinen Einsatz, sondern auch das „Nationalgetränk“ der Schlesier, eine Flasche Echt Stonsdorfer.

Von Thomas Tschörner

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