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Seelze Rat will barrierefreie Rampe an Heimstättenbrücke bauen
Umland Seelze

Seelze: Fahrstuhl an Heimstättenbrücke bleibt weiter defekt

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17:51 13.12.2019
Der Fahrstuhl an der Heimstättenbrücke ist weiter defekt. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

Der Fahrstuhl an der sogenannten Heimstättenbrücke bleibt weiter defekt. Die wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer über die Bahngleise zwischen der Kernstadt und Seelze-Süd kann somit weiter nur über die vorhandenen Treppen genutzt werden. Der Aufzug ist bereits seit Wochen ausgefallen. „Das Unternehmen musste erst neue Türen in Frankreich bestellen, das dauert drei Monate“, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Wie sich jetzt herausgestellt haben, hätten sich die Mitarbeiter leider vermessen. Die neu produzierten Türen passten nicht in den Aufzug. Deshalb werde sich die Reparatur weiter hinziehen. „Wir können nicht sagen, wann mit Ersatz zu rechnen ist“, sagte der Bürgermeister.

Der im Jahr 2009 installierte Aufzug an der Kantstraße in Höhe der Döteberger Straße sei bereits seit Ende August wegen einer defekten Tür außer Betrieb, sagte Stadtsprecher Carsten Fricke. Die Stadt Seelze habe eine sofortige Reparatur beauftragt, doch bereits kurz nach dem Auftreten des Defekts teilte der Hersteller mit, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs erst nach dem Austausch der Tür möglich ist. Durch das fehlerhaft hergestellte Ersatzteil verzögert sich der Einbau nun weiter. „Wir müssen daher davon ausgehen, dass der Aufzug bis auf Weiteres außer Betrieb bleibt“, sagt Fricke.

Stadt will auf Trage-Service verzichten

Um Nutzern zu helfen, die etwa mit Kinderwagen oder Rollatoren auf die Brücke kommen wollten, hatte die Stadt für rund vier Monate ein bis drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma eingestellt. Diese hatten von den Hauptverkehrszeiten von montags bis freitags Passanten an der Brücke beim Auf- und Abstieg unterstützt. Zuletzt war nur noch ein Helfer im Einsatz. Wegen der unbestimmten Zeit bis zur Reparatur, der winterlichen Witterung und der hohen Kosten hat die Stadt Seelze entschieden, das Hilfsangebot an der Treppe der Heimstättenbrücke nicht weiter zu verlängern, sagte Fricke. Die Stadtverwaltung bitte um Verständnis, dass dieser Service ab sofort nicht weiter angeboten werden kann, und ruft alle Verkehrsteilnehmer, die die Treppe nicht eigenständig und ohne Hilfe nutzen können, dazu auf, die Brücke zu umfahren.

Rat will barrierefreie Rampe

Unterdessen hat der Rat der Stadt Seelze in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig den Bau einer barrierefreien Rampe beschlossen. Damit soll die 190 Meter lange und 2,90 Meter breite Rad-Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen auf der Nordseite an der Kantstraße besser angebunden werden. Denn nach Einschätzung der Verwaltung tritt ein Engpass am Aufzug auf, der stark frequentiert ist. Die Stadt hatte für den Zeitraum von Januar bis Juni 2019 rund 77.500 Fahrten dokumentiert – das entspricht etwa 428 Fahrten pro Tag. Bei einem Ausfall des Aufzuges sei keine adäquate barrierefreie Alternative vorhanden. Denn die Treppe ist für viele Menschen zu steil. Die Rampe muss einen Höhenunterschied von 7,30 Meter überwindbar machen und soll aus Stahl und Beton gebaut werden. Um eine Neigung von sechs Prozent nicht zu überschreiten, wird die Rampe rund 150 Meter lang und verfügt zudem über Zwischenpodeste. Die Kosten für den Bau der Rampe werden auf insgesamt zwei Millionen Euro beziffert.

Möglichkeit eines zweiten Aufzugs wird nicht weiter verfolgt

Denkbar wäre auch der Bau eines zweiten Aufzugs gewesen. Die Kosten wären mit etwa 800.000 Euro zwar günstiger gewesen als der Bau einer Rampe. Allerdings hätte auch ein zweiter Aufzug keine hundertprozentige Garantie geboten, dass nicht auch beide Fahrstühle gleichzeitig ausfallen könnten. Die Verwaltung hatte dabei insbesondere die mangelnde Vandalismussicherheit zu bedenken gegeben.

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