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Seelze Stadt nimmt 65.000 Euro von Falschparkern im ersten Halbjahr ein
Umland Seelze

Seelze: Falschparker zahlen im ersten Halbjahr 65.000 Euro

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18:23 06.08.2019
Beatrice Hagin vom städtischen Ordnungsdienst hat bei einer Kontrolle eines geparkten Autos am Rathausplatz nichts zu beanstanden. Quelle: privat
Seelze

Parksünder haben in Seelze im ersten Halbjahr rund 65.000 Euro an die Stadtkasse zahlen müssen. Der städtische Ordnungsdienst hat von Januar bis Juni insgesamt 5096 Verstöße festgestellt. Zudem wurden 56 abgemeldete Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum abgestellt. 35 Wagen wurden abgeschleppt, weil sie im absoluten Halteverbot standen. Wegen des daraus resultierenden Aufwandes für die weitere Bearbeitung wie Zuordnung von Einzahlungen und Bürgeranfragen ist der tägliche Einsatz eines Mitarbeiters im Innendienst notwendig. Dies geht aus einer ersten Zwischenbilanz des Ordnungsdienstes hervor, den die Verwaltung jetzt vorgelegt hat. „Für mich ist deutlich im Stadtgebiet zu bemerken, dass der Ordnungsdienst im Einsatz ist, sowohl was das wilde Parken angeht als auch die Sauberkeit in der Stadt“, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn.

Ordnungsdienst hat im Oktober die Arbeit aufgenommen

Um die Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet zu verbessern, hatte der Rat der Stadt Mitte Juni vergangenen Jahres die Einführung eines städtischen Ordnungsdienstes beschlossen. Im Oktober traten zunächst zwei Mitarbeiterinnen ihren Dienst an, die neben der Kontrolle von Parkanlagen, der Leinenpflicht für Hunde und der Sauberkeit auch die Überwachung des sogenannten ruhenden Verkehrs, also der geparkten Autos, als Schwerpunktaufgaben übernahmen. Der Dienst wurde im Februar und April um jeweils einen Mitarbeiter aufgestockt, sodass das Team jetzt aus drei Vollzeitkräften und einer Halbtagskraft besteht. Ausgestattet sind die Mitarbeiter mit Einsatzschuhen, Dienstjacken, Smartphones und Druckern. Mit der Personalaufstockung habe der Ordnungsdienst die Möglichkeit, in allen Stadtteilen und zu erweiterten Zeiten, so auch abends und am Wochenende, aktiv zu sein, sagte Schallhorn. „Das macht sich positiv bemerkbar.“

Dienst dokumentiert 50 Sauberkeitsdelikte

Bei seinen Außendiensttätigkeiten hat der Ordnungsdienst auch regelmäßig Verunreinigungen auf Spielplätzen sowie Park- und Grünanlagen, aber auch im Innen- und Außenbereich der Stadt festgestellt. Dies wird dann per Mail mit Foto an die zuständige Stelle zur Beseitigung des Unrats weitergeleitet. Insgesamt hatte der Dienst im ersten Halbjahr knapp 50 Sauberkeitsdelikte zu bearbeiten.

Ein typischer Fall: Unbekannte haben auf dem Tisch des Grillplatzes im Bürgerpark ihren Müll zurückgelassen. Quelle: privat

Hundehalter werden ermahnt

Der Ordnungsdienst hat die Steuerpflicht von Hunden ebenso überprüft wie Verstöße gegen die Anleinpflicht und die Einhaltung der Bestimmungen des niedersächsischen Hundegesetzes. Die Liste umfasst rund 50 Fälle. Dazu seien diverse Ansprachen von Hundehaltern mit entsprechenden mündlichen Verwarnungen gekommen, schwerpunktmäßig in der Brut- und Setzzeit.

Bürger können sich beschweren

Der Ordnungsdienst ist für die Bürger ansprechbar, betont die Verwaltung. Dies hätten die Seelzer auch in Anspruch genommen und rund 70 Beschwerden zu unterschiedlichen Sachverhalten vorgetragen. Dazu gehörten öffentliche Verkehrsbereiche ebenso wie Friedhöfe und Wirtschaftswege, wo auf die Einhaltung der örtlichen Satzungen geachtet werde. Der Ordnungsdienst hat zudem die Bundes- und Landespolizei bei circa 15 Hausdurchsuchungen unterstützt. Die städtischen Mitarbeiter nehmen dabei die Rolle eines unabhängigen Zeugen wahr.

Schulung in Selbstbehauptung und -verteidigung

Damit die Mitarbeiter in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden, erweitert die Stadt die vorhandene Bekleidung um Diensthosen und -polohemden. Zwingend erforderlich sei auch eine angemessene Wetterschutzausrüstung für den Außendienst. „Der Ordnungsdienst steht im Fokus, leider für manche Bürger nicht im positiven Sinne“, zieht die Verwaltung Bilanz. Anfeindungen, Beschimpfungen und Bedrohungen seien bereits vorgekommen. Geplant seien deshalb Schulungen zum Thema „Umgang mit schwierigen Bürgern“ sowie zur Selbstbehauptung und -verteidigung. Verstärkt werden soll auch die Zusammenarbeit mit der Seelzer Polizei. Gespräche dafür seien bereits geplant.

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Von Thomas Tschörner

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