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Seelze Frauen üben sich im Umgang mit dem Tablet
Umland Seelze Frauen üben sich im Umgang mit dem Tablet
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17:24 26.02.2019
Beate Hasselbach (von links) Adelheid Winter, Käthe Steuernagel, Kristin Rohde, Sabine Langbehn, Renate Rossblech, Gabriele Kuhlmann und Gabriela Giesche freuen sich über einen gelungenen Workshop. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

„Ich habe Angst, etwas kaputt zu machen oder Dinge herunter zu laden, die mit ungeahnten Kosten verbunden sind“, sagt Renate Rossblech. Und so wie der Lohnderin geht es allen Damen, die am Dienstag Teil zwei des Workshops „Frauen lernen den Umgang mit dem Tablet“ in der Stadtbibliothek besucht haben. Ihre Kinder hätten ihr das Tablet zum Geburtstag geschenkt und auch eingerichtet. Benutzt habe sie es mangels Können nie. „Da waren höchstens mal meine Enkel dran“, sagt Rossblech. Auch das Gerät von Adelheid Winter weist keinerlei Gebrauchsspuren auf und wirkt nagelneu. „Ich habe mir mein Tablet vor etwa vier Jahren selber gekauft. Benutzt habe ich es nie“, verrät Winter. Insgesamt vier Stunden lang haben sich die Frauen unter Anleitung von Büchereileiterin Sabine Langbehn und ihrer Kollegin Kristin Rohde mit ihren Tablets beschäftigt und dabei Grundlagen erlernt.Nach dem Seminar in der Stadtbibliothek fühlen sie sich sicherer –aber: „Es hätten noch zwei Stunden mehr sein können“, fasst Adelheid Winter zusammen.

„Am Anfang waren sie alle ein wenig ängstlich und unsicher“, schildert Kristin Rohde ihre Erfahrungen. Ein Anliegen sei gewesen, dass die Seminarteilnehmer diese Angst abbauen und sich trauen, einfach mal auf dem Gerät herum zu tippen und zu schauen, was passiert. „Meine erste Hürde war schon immer, das Tablet überhaupt anzuschalten“, erzählt Beate Hasselbach. Nach dem Seminar fühlt sie sich viel sicherer. Auch die Tageszeitung möchte sie demnächst online lesen. Außerdem hat sie gelernt, wie man E-Mails schreibt und Fotos verschickt und wie man bestimmte Anwendungen herunterlädt und nutzt. Einigkeit bei allen Teilnehmern besteht darüber, dass Suchmaschinen im Internet eine tolle und hilfreiche Sache sind. „Google werde ich häufig nutzen um Dinge nachzusehen“, sagt Renate Rossblech. Als letztes Thema am Dienstagmorgen spricht Sabine Langbehn noch die Möglichkeit der Onleihe an –die Möglichkeit, sich aus dem digitalen Bücherbestand der Bücherei mit Lesestoff zu besorgen. Während Käthe Steuernagel eher skeptisch ist und angibt, lieber ein gebundenes Buch in der Hand zu haben, ist Beate Hasselbach schnell von den Vorzügen der Onleihe überzeugt. „Da kann ich mir die Schriftgröße einstellen und brauche im Bett nicht einmal Licht zum Lesen“, erklärt sie.

Hintergund des zweitägigen Workshops ist das Seminar „Digitale Welten“, dass Frauen im Januar fit für Laptop, Smartphone und Tablet gemacht hat. Mehr als 60 Anmeldungen waren dafür bei Seelzes Gleichstellungsbeauftragter Gabriele Giesche eingegangen, doch nur zwölf Plätze konnten vergeben werden. „Da haben wir gemerkt, der Bedarf ist da. Insbesondere viele ältere Frauen wollen beruflich und privat stärker an der Mediennutzung teilhaben“, erzählt Giesche. Für den Workshop „Umgang mit dem Tablet“ sei sie froh, mit Sabine Langbehn und Kristin Rohde Kooperationspartner gefunden zu haben. Aufgrund der regen Nachfrage kann Giesche sich vorstellen, künftig weitere Workshops zu diesem Thema anzubieten.

Von Sandra Remmer

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