Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Seelze Freiwillige helfen Eltern nach der Geburt ihres Babys
Umland Seelze

Seelze: Freiwillige helfen Eltern nach der Geburt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:33 20.11.2019
Susann Glemnitz bringt ehrenamtliche Helferinnen mit Familien zusammen, die Unterstützung benötigen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Die Zeit nach der Geburt ist für alle Eltern eine besondere Herausforderung, in der sich viele über die Unterstützung von Großeltern oder Freunden freuen. Häufig sind diese aber zu weit entfernt, um helfen zu können. Unter dem Motto „Praktische Hilfe nach der Geburt“ springt dann das Projekt Wellcome ein – ein Angebot der katholischen Familienbildungsstätte Hannover und der Stadt Seelze. „Wir bringen Familien mit freiwilligen Helfern zusammen“, sagt Wellcome-Koordinatorin Susann Glemnitz.

Hilfe ist vielfältig möglich

Das Projekt läuft bereits seit April. Bislang haben sich zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und drei Familien gemeldet. „Wir haben gedacht, dass der Andrang stärker ist“, sagt Glemnitz. Möglicherweise müsse sich das Angebot aber auch erst herumsprechen. Theoretisch könnten sich auch Männer melden. Die Erfahrung zeige aber, dass sich meist doch Frauen für die Aufgabe interessierten, weil sie sicherer im Umgang mit Kleinkindern seien.

„Voraussetzung ist, wertfrei in die Familien hineinzugehen und zu sehen, wo Hilfe benötigt wird.“ Oft reiche es schon, sich mal eine Stunde um das Kind zu kümmern, um die Mutter zu entlasten oder ihr die Gelegenheit zu geben, ihr Herz ausschütten zu können. Weil die Hilfe mit Ablauf des ersten Lebensjahres des Kindes ende, sei das Engagement der Ehrenamtlichen zeitlich begrenzt und somit überschaubar.

Viele melden sich erst bei hohem Leidensdruck

Um das Angebot in Anspruch zu nehmen, sind keine besonderen Voraussetzungen nötig, erklärt Glemnitz. Die Hilfe ermögliche Eltern kleine Auszeiten, in denen sie wieder Kraft schöpfen können. „Häufig melden sich Familien erst, wenn der Leidensdruck schon relativ groß ist“, sagt die Koordinatorin. Dabei könnten sich Eltern gern früher melden.

Hemmschwelle ist hoch

Als Grund für das Zögern, Hilfe in Anspruch zu nehmen, sieht Glemnitz nicht zuletzt gesellschaftlichen Druck und das schlechte Gewissen, es nicht selbst zu schaffen. Dabei hätten sich die familiären Zusammenhänge geändert. Während früher oft die Großeltern unterstützend tätig gewesen seien, würden diese heute oft weit weg wohnen. Gerade Alleinerziehende seien dann schnell in einer Situation, in der sie keine Unterstützung finden. Wellcome versuche deshalb, mit freiwilligen Helfern einmal in der Woche für ein bis zwei Stunden Entlastung zu schaffen. „Das ist wünschenswert, öfter wäre natürlich auch schön.“ Die Termine würden individuell mit der Familie abgesprochen.

Zum Kennenlernen gibt es ein Vorgespräch

Um zu sehen, ob Familie und Helfer zueinander passen, gibt es ein Vorgespräch. Bei diesem ersten Kontakt lernen sich die Ehrenamtliche und die Familie kennen. „Dann meldet sich jede Partei bei mir“, sagt Glemnitz. Anschließend käme ein auf die Familie abgestimmter Vertrag zustande. Wellcome berechne der Familie für die Vermittlung der Ehrenamtlichen, die mindestens 18 Jahre alt sein muss, eine einmalige Gebühr von 10 Euro und für den Einsatz bis zu 5 Euro pro Stunde. Von dem Geld würden die Haftpflichtversicherung sowie die Fahrtkosten der Helfer finanziert. Glemnitz betont, dass die Hilfe am Geld nicht scheitern dürfe. Wenn nur wenig Geld vorhanden sei, werde überlegt, welcher Betrag möglich sei.

Familien und ehrenamtliche Helfer können sich direkt bei Susann Glemnitz melden, die unter Telefon (0177) 9168195 und per E-Mail an seelze@wellcome-online.de erreichbar ist.

Lesen Sie auch

Von Thomas Tschörner

Für erfolgreiches Lernen ist Lesekompentenz wichtig. Damit das Üben auch ein Ziel hat, hat die Astrid-Lindgren-Schule einen Lesewettbewerb organisiert.

20.11.2019

Für das Seelzer Lichtermeer wird am Freitag, 22. November, die Innenstadt gesperrt. Betroffen sind auch Bushaltestellen der Linien 431, 572, 573, 575 und 700 sowie der Nachtliner N70. Das Unternehmen Regiobus richtet Ersatzhaltestellen ein.

20.11.2019

Die Sanierung der Dedenser Kirche ist abgeschlossen. Insgesamt haben 70 ehrenamtliche Helfer das Projekt unterstützt. Das Installieren der Kirchenbänke und kleine Restarbeiten stehen noch an.

20.11.2019