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Seelze GBG muss wegen steigender Schülerzahlen erweitert werden
Umland Seelze

Seelze: GBG muss wegen steigender Schülerzahlen erweitert werden

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15:06 07.06.2019
Der Südflügel des GBG wird für die Erweiterung abgerissen und neu gebaut. Quelle: Sandra Remmer
Letter

Die Anzahl der Schüler in den kommenden Jahren steigt. Um alle aufnehmen zu können, muss das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) in Letter erweitert werden. Nicht allein die Umstellung von G8 auf G9 beschere der Schule einen zusätzlichen Jahrgang, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. „Die Stadt wächst durch Neubaugebiete und Zuzüge – und auch die Zahl der Kinder steigt an. Darauf müssen die Schulen vorbereitet sein.“

Dazu kämen neue räumliche Anforderungen etwa durch die Inklusion. Derzeit bietet das GBG Platz für etwa 1200 Schüler, in den kommenden Jahren könnten bis zu 300 zusätzliche Schüler hinzukommen. „Dafür reichen die Räumlichkeiten nicht mehr aus“, sagt Schallhorn. Um den tatsächlichen Bedarf an Räumen zu ermitteln und herauszufinden, wie und wo man anbauen oder sanieren kann, hat die Stadt das Büro Ertelt Laes Architekten beauftragt.

Sanierung des Südflügels zu teuer

Anhand der aktuellen Prognosen für die Schülerzahlen kommen die Architekten auf einen Bedarf von 59 Klassenzimmern. Davon ausgenommen sind Fachräume etwa für Naturwissenschaften, Musik und Kunst sowie Computerräume. „Derzeit hat die Schule 46 Räume“, sagt Andrea Kaemmerer, Abteilungsleiterin für den Fachbereich Schulen. Man habe prüfen lassen, ob der Südflügel saniert werden könne und dort weitere Räume untergebracht werden könnten, so Kaemmerer. „Die Architekten halten eine Sanierung, die rund 25 Millionen Euro kosten würde, für unwirtschaftlich und schlagen einen Abriss vor.“ Die Raumstruktur des markanten Wabenbaus sei zu starr, außerdem seien die Räume nicht barrierefrei. „In dem Gebäude sind auch Schadstoffe verbaut, die zwar im laufenden Betrieb nicht bedenklich sind, aber bei einer Renovierung aufwändig entsorgt werden müssten“, sagt Kaemmerer.

Der wabenförmige Südflügel (rechts) wird voraussichtlich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Quelle: Google Maps

Dem Plan des Architekturbüros zufolge soll die Schule in drei Stufen erweitert werden: Auf einem Baufeld neben dem Kindergarten Hirtenweg entsteht in einem ersten Schritt ein Neubau, der den dringendsten Bedarf an Räumen abdecken soll. Baubeginn könnte nach dem Plan der Architekten in den Sommerferien 2021 sein. Zudem wird der Fachräumetrakt am Südflügel abgerissen und mit einem neuen Gebäude ersetzt. „Um die Schüler trotz der Bauarbeiten unterbringen zu können, wird ein Interimsgebäude in Form von Containern aufgestellt“, sagt Claudia Kahlert, Teamleiterin für weiterführende Schulen. „Wir stehen in einer engen Absprache mit der Schule und suchen gemeinsam nach Lösungen“, sagt Kahlert. Erst wenn die beiden ersten Neubauten abgeschlossen sind, werde man sich dem Abriss und Neubau des wabenförmigen Trakts des Südflügels und der Kita Kribbel Krabbel widmen, sagt Kaemmerer. Das werde den Planungen der Architekten zufolge im Jahr 2024 sein. „Dann haben wir auch schon wieder aktuellere Daten, wie sich die Schülerzahlen entwickeln und können darauf reagieren.“

"Räumlichkeiten reichen nicht mehr aus": Claudia Kahlert (von links), Bürgermeister Detlef Schallhorn und Andrea Kaemmerer besprechen die Pläne des Architekturbüros. Quelle: Linda Tonn

Gesamtkosten sind Schätzungen

Für alle drei Baufelder berechnen die Architekten eine Gesamtsumme von 45 Millionen Euro. 15 Millionen entfallen auf Abriss und Neubau des Südflügels. Sanierungen am Hauptgebäude sind nicht vorgesehen. „Die Kosten werden sich in jedem Fall noch verändern“, sagt Kaemmerer, „obwohl schon mögliche Baukostensteigerungen eingerechnet sind.“ Im Juni will der Rat über die Erweiterung beschließen, erst ab 2020 werden Planung und Bau ausgeschrieben.

Von Linda Tonn

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