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Seelze Grüne: „Radfahrer werden in Seelze benachteiligt“
Umland Seelze

Seelze: Grüne fordern mehr Einsatz für bessere Radwege in Seelze

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18:00 18.06.2019
„Menschen trauen sich nicht auf der Straße zu fahren“: Auf der Harenberger Meile ist der Radweg nur auf der einen Seite durch eine Linie abgetrennt. Quelle: Linda Tonn
Harenberg

„Radfahren ist in Seelze politisch immer noch kein Thema“, sagt Evelyn Werner von der Fraktion der Grünen im Stadtrat. Obwohl immer mehr Menschen sich für das Klima einsetzen und auf das Auto verzichten wollten, werde der Ausbau des Radwegenetzes im Stadtgebiet nicht ausreichend vorangetrieben. Die Grünen im Stadtrat fühlen sich durch die Verwaltung ausgebremst. Immer wieder stellt die Fraktion Anträge zu Verkehrsthemen – zur Verbesserung der Radwege, zum Ausbau von E-Mobilität, zu Geschwindigkeitskontrollen. „Es passiert einfach nichts“, sagt der Fraktionsvorsitzende Knut Werner. Auch der Fahrradklub ADFC kritisiert die Radwege vor allem innerhalb der Stadtteile und mahnt zu schnellem Handeln.

Alltagsradler in den Blick nehmen

Die Radwege für Freizeitfahrer, etwa die Regionswege entlang des Mittellandkanals, zum Steinhuder Meer oder in Richtung Neustadt seien gut ausgebaut, so die Grünen. „Aber wir müssen verstärkt die Alltagsradler in den Blick nehmen“, sagt Werner. Also die Menschen, die mit dem Rad zum Bahnhof fahren wollen, die Kinder zum Kindergarten bringen oder ganz nach Hannover pendeln. Viele hätten Angst aufs Fahrrad zu steigen, weil sie sich entweder mit den Fußgängern den Gehweg teilen oder auf der Straße fahren müssen. „Und die sogenannten Schutzstreifen, wie man sie zum Beispiel in Harenberg findet, sind überhaupt nicht sicher“, sagt Evelyn Werner. „Viele Menschen trauen sich nicht auf der Straße zu fahren.“

Anschluss an den Radschnellweg

Um noch mehr Seelzer zum Umstieg aufs umweltfreundlichere Fahrrad bewegen zu können, müsse noch viel passieren. „In den meisten Planungen haben immer noch die Autofahrer Priorität“, sagt Fraktionsmitglied Frank Joosten. Dass es aber auch anders gehen könne, zeige die anstehende Sanierung der Hannoverschen Straße. „Da sind im Rahmen der Möglichkeiten gute Radwege eingeplant.“ Radfahrer müssten im Straßenverkehr noch viel mehr zu gleichberechtigten Partnern werden. Eine Möglichkeit die Situation der Pendler zu verbessern, wäre laut der Grünen der Anschluss an den Radschnellweg, den die Region zwischen Hannover und Garbsen plant. Im November 2018 hatte die Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt. „Nach jetzigem Informationsstand wird der mögliche Schnellweg von Hannover nach Garbsen auch Seelzer Gebiet berühren“, heißt es darin. Es solle im Interesse der Seelzer sein, möglichst viel von dieser großen, zukunftsträchtigen Maßnahme zu profitieren. „Das wird nicht geschehen, ohne dass die Stadt hier nicht nur ihr Interesse zeigt, sondern sich mit einbringt.“

Es sei wichtig, dass diese Zukunftsthemen angegangen werden, so die Grünen. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt weiter wachse. „Wir sind manchmal nicht sicher, ob die Verwaltung nicht reagieren will, oder kann“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

Von Linda Tonn

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