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Seelze Schüler sprechen über Europa
Umland Seelze Schüler sprechen über Europa
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16:19 25.03.2019
In lockerer Runde stellen sich die Politiker den Fragen der Schüler. Quelle: Sandra Remmer
Letter

Von Politikverdrossenheit keine Spur: Erneut haben sich die Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) anlässlich des bundesweiten Europatags einer lebhaften Diskussion mit acht Politikern gestellt. Während die Schüler des elften Jahrgangs als Moderatoren durch den Vormittag führten, bildete der gesamte Jahrgang zehn das Publikum, das viele Fragen an die Politiker richtete.

Ob Klimaschutz, Friday for Future, Armut im Alter, Rechts –und Linkspopulismus oder der Urheberrechtsreform Artikel 13 – die Gymnasiasten in Letter zeigten sich am Montagmorgen im Forum des GBGs nicht nur als politisch vielseitig interessiert, sondern auch als gut vorbereitet. Welches Europa wollen wir? –so lautete die allgemeine Fragestellung an diesem Vormittag. In punkto Klimaschutz herrschte dabei Einigkeit unter den Schülern. Der Klimawandel müsse gestoppt werden, lautete der Tenor. Doch was kann Europa dafür tun? „Wir müssen vorsichtig dabei sein, nur auf die Wissenschaft zu schauen. Mir ist Wissenschaft zu wenig. Es muss durch die Bevölkerung organisiert werden, wie ein anderes Leben aussehen kann“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch. Der Sozialdemokrat begrüßte die Entscheidung der EU, die Kohlendioxid-Werte für Neuwagen bis 2030 erheblich zu senken, auch wenn dieses Vorhaben bei einigen Automobilherstellern zu Protesten geführt habe. Wichtig sei ihm auch, dass sich die Jugend dazu positioniere und ihre Stimme gehört werde. Deswegen sei er auch dafür, dass Wahlalter bei den Europawahlen auf 16 Jahre herab zu setzen. Bei Entscheidungen auf Europaebene solle seiner Ansicht nach das Europäische Parlament gestärkt werden und das letzte Wort haben.

Konkret müsse die Umsetzung gesteckter Ziele verfolgt werden, sagte indes Maria Flachsbarth. „Es reicht nicht, CO2-Werte festzulegen, ohne auf den Verlust von Arbeitsplätzen zu achten. Wo werden die Batterien für Hybridfahrzeuge gebaut? Von wem, und unter welchen Bedingungen? Stammt der Strom für Fahrzeuge wirklich aus alternativen Energien oder handelt es sich um Atomstrom? Dann haben wir mit Zitronen gehandelt“, stellte die CDU-Bundestagsabgeordnete klar. Auch der lokale Bezug zu Seelze gelang der Politikerin. Niemand wollen den Südlink, aber alle den Strom. Und der müsse irgendwie vom Norden in den Süden kommen. „Die Leistung ist, Ja zu sagen für das große Ganze, auch wenn es mir vor meiner eigenen Haustür gerade nicht passt“, sagte Flachsbarth, und erntete dafür viel Applaus von den Schülern.

Der EU-Projekttag an Schulen dient dem Ziel, junge Menschen – gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Europawahl am 26. Mai – für die Europäische Union zu begeistern und ihre Kenntnisse über deren Institutionen und Prozesse zu vertiefen. Er geht zurück auf eine Initiative der Bundeskanzlerin anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 und wird seitdem jährlich gemeinsam von Bund und Ländern ausgerichtet.

Von Sandra Remmer

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