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Seelze Im Bürgerpark werden kranke Bäume gefällt
Umland Seelze Im Bürgerpark werden kranke Bäume gefällt
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00:17 29.03.2019
Extreme Nässe im Wechsel mit hohen Temperaturen haben für massive Schäden an den Bäumen gesorgt. Quelle: Privat
Seelze

Das Wetter hinterlässt seine Spuren: Extreme Schwankungen innerhalb der vergangenen zwei Jahre sollen Ursache dafür sein, dass im Bürgerpark etliche Bäume geschwächt sind und jetzt gefällt werden müssen.

Zu viel Wasser, zu viel Hitze

„Durch das nasse Jahr 2017 und die darauf folgende Dürre 2018 wurden viele Bäume so geschwächt, dass sie krank geworden sind“, schreibt Herbert Hofschild von der Abteilung Stadt-, Grünplanung- und Umweltschutz in einer Pressemitteilung der Stadt. Bei den betroffenen Baumarten gebe es allerdings große Unterschiede. „Während die Weiden, Pappeln und Eichen noch relativ gut davongekommen sind, haben andere Arten extreme Probleme“, schreibt Hofschild.

Nur wenige Eschen werden überleben

An etlichen Bergahorn-Bäumen löse sich großflächig die Rinde. An den Stämmen seien schwarze Flecken zu beobachten. Den Eschen setze das Eschentriebsterben und der bunte Eschenbastkäfer stark zu. Ein unscheinbarer Pilz ist maßgeblicher Auslöser für ein massenhaftes Absterben der Eschenkronen. „Durch den massiven Pilz- und Käferbefall im Kronen- und Stammbereich sind die Bäume geschwächt. Pilze greifen das Wurzelwerk an, die Standsicherheit geht verloren“, betont Hofschild. Nach Schätzungen von Experten werden nur rund zwei Prozent der Eschen überleben. „Das sind keine sehr rosigen Aussichten für den noch sehr hohen Eschenbestand im Bürgerpark“, schreibt Hofschild.

Ersatz sind robustere Arten

Nach derzeitigem Stand werden in den nächsten vier Wochen drei Ahorne gefällt, etwa 40 kleine Eschen, drei sehr große, aber faulende Weiden und eine Birke. Fünf weitere Bäume werden gekappt – damit sind sie standsicher, und die Höhlen bleiben erhalten.

Grundsätzlich muss die Stadt im Park für Sicherheit sorgen. „Bäume werden hier nicht leichtfertig abgeholzt, eine Fällung wird immer sorgfältig abgewogen“, schreibt der städtische Baumexperte. Weil manche Bäume schnell sterben, müsse die Stadt noch im Frühjahr und noch dazu während der Brut- und Setzzeit reagieren. „Das schränkt die Stadt nicht ein, weil es sich um einen Wald und zugleich um eine Parkanlage handelt. Solche Arbeiten sind ganzjährig zulässig“, schreibt Stadtpressesprecher Carsten Fricke. Das Holz der gefällten Bäume wird im Park geschreddert, die Hackschnitzel bleiben als Humus unter den Bäumen.

Baumhöhlen bleiben

Bevor die Bäume fallen, wird die Operation artenschutzrechtlich geprüft. „Das bedeutet, dass wir genau kontrollieren, ob wir den Lebens- und Brutplatz von Fledermäusen, Vögeln, Hornissen oder anderen geschützten Tiere schädigen würden“, schreibt Hofschild. Wo immer es möglich ist, werden zum Beispiel Baumhöhlen belassen. Als Ersatz für gefällte Bäume sollen Arten gesetzt werden, die weniger anfällig sind gegenüber Nässe und Trockenheit.

Von Sandra Remmer

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