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Seelze Im Konflikt um den Brotkorb-Umzug ist eine Lösung in Sicht
Umland Seelze

Seelze: Im Konflikt um den Brotkorb-Umzug ist eine Lösung in Sicht

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18:00 28.01.2020
Rund 30 Ratsvertreter kommen zur Besichtigung der neuen Räume für den Brotkorb. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

In der Diskussion um die umstrittene Ansiedlung des Seelzer Brotkorbs an der Schillerstraße 2 zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Architekturbüro soll nun einen Entwurf erarbeiten, der den Bedürfnissen des Brotkorbs gerecht wird und trotzdem im Rahmen des Ratsbeschlusses bleibt. Das ist das Ergebnis einer Ortsbegehung mit Vertretern aus Rat und Brotkorb, zu der der Brotkorb am Montagabend in die neuen Räume eingeladen hatte.

Politiker kommen zur Ortsbegehung

Rund 30 Ratsvertreter und einige weitere Interessierte waren der Einladung des Brotkorbs zur Besichtigung gefolgt. Ziel der Ehrenamtlichen war, die Politiker davon zu überzeugen, warum sie an dem ursprünglichen Raumkonzept festhalten und die vom Rat beschlossene Lösung mit der Verlegung des Eingangs auf die andere Seite ablehnen. Der Rat hatte mit diesem Beschluss den Bedenken der Wohnungseigentümergemeinschaft Rechnung getragen, die durch den Brotkorb Belästigungen in Form von spielenden Kindern und Warenanlieferungen befürchten.

Gabriele Heller zeigt Gerold Papsch den Raum für die Lebensmittelausgabe. Quelle: Sandra Remmer

Brotkorb rechnet nicht mit Warteschlangen

„Unsere Kunden kommen hier vorne hinein, gehen dann zur Anmeldung und von dort aus in den langen Flur, der sich als Wartebereich hervorragend eignet. Von da geht es dann in den Raum für die Lebensmittelausgabe“, erklärte die zweite Vorsitzende Christiane Heller. „Es kommen etwa alle zehn Minuten fünf bis zehn Leute, alle haben einen Termin, die gehen direkt durch den Eingang hinein und in den Wartebereich“, ergänzte der Vorsitzende André Meyer. „Und es geht um maximal drei Stunden in der Woche“, betonte Heller. Verstehen können die Brotkorb-Mitarbeiter die Bedenken der Politiker und Wohnungseigentümer nicht. „Sieben bis zehn Mitarbeiter sehen nach dem Rechten. Und es ist auch nicht zu erwarten, dass sich lange Warteschlangen vor der Tür bilden“, sagte Heller. „Wenn der Eingang, wie von der Politik vorgesehen, auf der anderen Seite angebracht wird, sitzend diejenigen die die Anmeldung betreuen wieder direkt an der Tür. Genauso wie in unseren jetzigen Räumen. Nach zwei Stunden ist man da durchgefroren“, schilderte Heller ihre Erfahrung und begründete damit gleichzeitig, warum der Brotkorb den Eingang dort lassen möchte, wo er sich jetzt befindet.

Architekt soll Entwurf erarbeiten

„Möglicherweise gibt es eine Lösung, die wir alle bislang noch nicht sehen“, meinte der CDU-Vorsitzende Gerold Papsch. „Wir sind uns einig, dass wir sie sehr gut unterstützen möchten“, versicherte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Ein Architekturbüro könne einen Entwurf erarbeiten, der allen Seiten gerecht wird. Auch Johannes Seiffert (SPD) signalisierte die Unterstützung seiner Partei. „Wir wollen das Ehrenamt extrem unterstützen“, sagte Seiffert. In Hinblick auf die Meinungsverschiedenheit bezüglich des Eingangs mahnte er aber auch die Bereitschaft an, das Konzept zu verändern, wenn es die Voraussetzungen zulassen.

Umzug erfolgt im März

Fakt ist: Zum 15. März muss der Brotkorb sein bisheriges Domizil an der Gesamtschule verlassen, weil die ehemalige Hausmeisterwohnung der geplanten Erweiterung der Schule weichen muss. „Wenn der Brotkorb zusagt, dass er an der Schillerstraße unter diesen Bedingungen weitermacht, können wir den Mietvertrag unterschreiben und mit der Renovierung beginnen“, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Die Versammlung der Wohnungseigentümer, auf der eine bauliche Veränderung wie das Schaffen eines neuen Eingangs erst beschlossen werden könne, sei erst für Juni angesetzt. Solange werden ohnehin der bisherige Eingang genutzt. „Vielleicht zeigt sich in der Zeit, dass alle Bedenken umsonst waren“, meinte Frank Joosten von den Grünen.

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Von Sandra Remmer

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