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Seelze Jugendliche suchen im Jugendzentrum ihren Traumberuf
Umland Seelze Jugendliche suchen im Jugendzentrum ihren Traumberuf
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00:15 13.04.2019
Ragad und Oussama nahmen mit viel Spaß am Workshop teil. Quelle: Heike Baake
Letter

„Wie geht Chef eigentlich?“ Diese Frage kann Jugend-Coach Constantin Weimar ganz klar beantworten. „Wer Chef werden will, muss erst einmal gut zuhören können“. Das ist auch während des dreitägigen Workshops im Jugendzentrum Letter angesagt. 20 Schüler der achten und neunten Klasse der Geschwister-Scholl-Schule, der Humboldtschule und des Sprachkurses haben sich in dieser Woche zum Workshop „Traumberuf finden“ getroffen und sich dabei selbst ein bisschen besser kennengelernt. Nicht Flucht- oder Migrationshintergrund ist ihre Gemeinsamkeit – sie alle sind auch auf der Suche nach einer beruflichen Zukunft.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Maria Baumeister, weiß, wie wichtig dieser Workshop für die Jugendlichen ist: „Da während der Flucht keine Schulen besucht werden konnten, sind zwangsläufig Bildungslücken entstanden.“ Aus der Überlegung heraus, wie diesen Jugendlichen geholfen werden kann, ist das Projekt „Impulse“ entstanden. Das Ziel: Alle Schüler sollen einen Schulabschluss erreichen und eine Berufsausbildung bekommen. „Bei dem Workshop merken alle, dass sie nicht alleine sind und sie erkennen, wie wichtig hier in Deutschland eine Berufsausbildung ist“, sagt Baumeister. Oussama ist 16, besucht die neunte Klasse der Humboldtschule und will einmal Zahnarzt werden. Auch Ragad (19) hat eine Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft – sie sieht sich als Laborassistentin oder möchte Pharmazie studieren.

Wie realistisch ihre Träume sind, erarbeiteten die beiden Syrer unter Anleitung des Jugend-Coachs. Alle Informationen, sagt Weimar, würden etwas über die Persönlichkeit verraten. So gäbe es Jugendliche, die sich später nicht vorstellen konnten mit Kunden zu arbeiten und andere wiederum legten Wert auf einen sauberen Arbeitsplatz. In Kleingruppen wird erarbeitet, welche Berufe zu den Fähigkeiten passen. Dabei werden auch Ängste – etwa Fehler zu machen oder sich zu blamieren. Wie man damit umgehen kann, will Weimar mit den Jugendlichen ausprobieren. In einer geführten Meditation begaben sich Teilnehmer zum Abschluss des Workshops auf eine Zeitreise in das Jahr 2035. „Wie will ich leben, welches Auto möchte ich fahren, wie sieht meine Wohnung aus – daraus entsteht die Motivation“, erklärt Weimar. Ab Ende suchen sich alle Jugendliche zwei Berufe aus. Jetzt heißt es: Informationen einholen, Telefonate führen, vielleicht ein Praktikum absolvieren – zu tun gibt es für alle genug.

Von Heike Baake

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