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Seelze Kirchenmusiker bringen den Frühling ins Kirchenschiff
Umland Seelze Kirchenmusiker bringen den Frühling ins Kirchenschiff
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00:18 11.04.2019
Kirche für alle Sinne bieten Kai Kromholz und Barbara von Witzleben beim Frühlingserwachen. Quelle: Patricia Chadde
Kirchwehren

Sonne satt gab es am Wochenende nicht nur vor der Dreieinigkeitskirche in Kirchwehren – der Frühling war auch in den Innenraum eingekehrt. Die Kirchenmusiker Kai Kromholz und Barbara von Witzleben hatten dort zum „Frühlingserwachen“ für alle Sinne eingeladen. Ein bisschen abseits von gewohnten Pfaden bei Kirchenkonzerten sollten an diesem Nachmittag nicht die Ohren, sondern auch Augen, Nase und Gaumen angesprochen werden. Während Kromholz die Kirchenbesucher begrüßte, erklang zum Beispiel ein leises Blubbern. Und schon bald zog verführerischer Kaffeeduft durch das mit Blumen geschmückte Kirchenschiff.

Die Fastenzeit, Ostern und der Frühling standen als Themen im Zentrum der Veranstaltung, mit der Kromholz und von Witzleben das kirchliche Angebot beleben wollten. Die beiden mischten musikalische Ausflüge – zum Beispiel rund um das beliebte Lied „Geh aus mein Herz“ – mit Gedichten, Gedanken und Tönen. Dabei zeigte sich, dass sich viele Poeten von Wilhelm Busch über August Heinrich Hoffmann von Fallersleben bis zu Rainer Maria Rilke mit dem Frühling beschäftigt haben. „Frühling, Sommer und dahinter/gleich der Herbst und bald der Winter/– ach, verehrteste Mamsell, mit dem Leben geht es schnell“, reimte etwa Busch.

Zudem erfuhren die Zuhörer einiges über christliche Traditionen zur Osterzeit. Dazu gehöre auch der Karneval, erläuterte Kromholz. Das Wort setze sich aus den Begriffen „carne“ für Fleisch, und „val“ zusammen, was Vakanz bedeute. „Von Aschermittwoch bis Ostern war Fleisch vakant, sprich nicht auf dem Speiseplan“, führte Kromholz aus. Eier habe man auch nicht gegessen, sie wurden bis Ostern aufgehoben. „Ich verzichte in der Fastenzeit auf Süßes“, fügte Kromholz hinzu. Das Publikum wollte zudem wissen, warum der Hase in so vielen Osterdarstellungen vorkommt. „Weil er das erste Tier ist, das nach dem Winter wieder zu sehen ist. Da liege ich doch richtig, oder?“, sagte Kromholz und wandte sich an die anwesenden Jäger. Christian von Alten nickte und bestätigte: „Rund um Kirchwehren tummeln sich gerade besonders viele Langohren.“

Neben geistiger Nahrung gab es in der Pause Kaffee, Kuchen und Käsestangen sowie muntere Gespräche rund um Ostern, seine Bräuche und den Frühling.

Von Patricia Chadde

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